Darum gehts
- Stefan Bollinger erhält 2025 bei Julius Bär über 23 Millionen Franken
- Der Grund: 15,7 Millionen Franken Abfindung, um Bollinger von Goldman Sachs zu holen
- Goldman-Sachs-Chef erhält 47 Mio. Dollar Lohn, UBS-Chef 14,9 Mio. Franken
Diese Vergütung hat es in sich: 24 Millionen Franken streicht Stefan Bollinger (51), CEO der Privatbank Julius Bär, für 2025 ein. Das sind gut 9 Millionen Franken mehr als das Gehalt von UBS-Chef Sergio Ermotti (65). Der Chef der letzten Schweizer Grossbank verdiente im letzten Jahr 14,9 Millionen Franken. Wie kann das sein?
Ein genauer Blick auf die Zahlen zeigt: Der Lohn von Bollinger beträgt für das vergangene Jahr 8,3 Millionen Franken. Doch um Bollinger überhaupt als neuen Chef zu gewinnen, sprach ihm Julius Bär für entgangene Boni eine Entschädigung zu. Diese hat es mit 15,7 Millionen Franken so richtig in sich. Am 9. Januar 2025 trat Bollinger seine neue Stelle bei Julius Bär an.
Zuvor arbeitete er für Goldman Sachs in England. Bei der US-Bank war Bollinger über 20 Jahre tätig. Es scheint also einige Überzeugungsarbeit gebraucht zu haben, um ihn zurück in die Schweiz zu holen.
Die Löhne der US-Banker
Generell sind die Löhne der Banken-Chefs in den USA viel höher als hierzulande. Der Lohn von David Solomon, CEO der Goldman-Sachs-Gruppe, kletterte im letzten Jahr auf 47 Millionen Dollar. Damit verdient er mehr als Jamie Dimon. Der Chef der JP Morgan Chase kassierte für 2025 die Summe von 43 Millionen Franken.
Was auffällt: UBS-Chef Ermotti hat mit 2,8 Millionen Franken ein höheres Grundgehalt als alle genannten US-Banker. Doch vor allem der variable Anteil des Lohns hat es in den Vereinigten Staaten in sich.
Grössentechnisch lassen sich diese Banken kaum mit Instituten in der Schweiz vergleichen. Ausser Goldman Sachs weisen alle genannten US-Banken eine grössere Bilanzsumme aus als die UBS mit rund 1,3 Billionen Franken. Im Vergleich dazu ist Julius Bär mit einer Bilanzsumme von rund 107,5 Milliarden Franken ein kleiner Fisch. Trotzdem kann Bollinger beim Grundgehalt mit den ganz Grossen mithalten.