Darum gehts
- Das WEF 2026 ist vorbei, doch Streit um Klaus Schwab bleibt
- Eidgenössische Stiftungsaufsicht prüft hohe Managerlöhne, teils über 900'000 Dollar
- WEF-CEO Børge Brende verdiente 2023/24 über 1,9 Millionen Dollar
Das Jahrestreffen 2026 des World Economic Forum (WEF) ist Geschichte – jetzt geht es ans Aufräumen. Denn noch ist der Bruch mit WEF-Gründer Klaus Schwab (87) alles andere als verarbeitet. Dabei spielt die Eidgenössische Stiftungsaufsicht (ESA) eine wichtige Rolle, stellt sie doch unbequeme Fragen: Etwa nach der Grösse des Stiftungsrates, in dem 30 Leute sitzen. Oder nach den Gründerrechten von Schwab. Dieser hatte sich ausbedungen, dass er das Recht habe, ein Familienmitglied in den Stiftungsrat zu berufen.
Besonders genau schaut die ESA bei den Vergütungen des WEF-Managements gemäss «NZZ am Sonntag» kritisch hin. 11 von 20 Spitzenkräften erhielten im Geschäftsjahr 2023/24 mehr als 900'000 Dollar (knapp 700'000 Franken), wie die Zeitung mit Verweis auf Angaben des US-Steueramts IRS schreibt.
Zweckentfremdung verhindern
Der grosse Abräumer: WEF-CEO Børge Brende (60) mit über 1,9 Millionen Dollar (rund 1,5 Millionen Franken). Das Jahr zuvor habe er 1,6 Millionen Dollar (1,24 Millionen Franken) erhalten. Solche Vergütungen einer gemeinnützigen Stiftung, die steuerbefreit ist, seien heikel, schreibt die Zeitung. Die Aufsicht habe sich noch keine abschliessende Meinung gebildet.
Der Bund habe die Aufgabe, eine Zweckentfremdung des Stiftungsvermögens zu verhindern, sagte der Direktor der Stiftungsaufsicht, Nils Güggi. Die Vergütungen orientierten sich an «Benchmark-Daten» für die Schweiz, erstellt von externen Experten, teilte ein WEF-Sprecher mit.
Nicht nur mit seinem Lohn sorgt WEF-Chef Brende für Schlagzeilen: Wie aus den jüngsten Veröffentlichungen hervor geht, hatte der Norweger Kontakt mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (1953–2019).