Darum gehts
- Elon Musk bleibt von SEC-Klage wegen Twitter-Aktienkäufen 2022 betroffen
- SEC fordert Rückzahlung von über 150 Mio. Dollar plus Strafe
- Musk kaufte Twitter 2022 für insgesamt 44 Milliarden Dollar
Elon Musk (54) ist eine Klage der US-Börsenaufsicht nicht losgeworden. Dabei geht es um Aktienkäufe im Zusammenhang mit seiner Übernahme von Twitter im Jahr 2022. Seine Anwälte argumentierten, dass die SEC Gesetze nur selektiv angewendet habe.
Zudem, so Musk Anwälte, würde die Klage sein Recht auf freie Meinungsäusserung angreifen. Sie zuständige Richterin sah jedoch keinen Grund, die Klage abzuweisen.
Aktienkäufen nicht rechtzeitig öffentlich gemacht
Die SEC (Securities and Exchange Commission) wirft Musk vor, er habe bei Twitter-Aktienkäufen nicht rechtzeitig öffentlich gemacht, dass seine Beteiligung die Marke von fünf Prozent überschritt. Dadurch habe er mehr Aktien günstiger kaufen können. Nach der Übernahme wandelte er Twitter in seine Online-Plattform X um.
Die Behörde analysierte Musks Käufe und kam zu dem Schluss, dass er durch die verspätete Pflichtmitteilung um mehr als 150 Millionen Dollar günstiger weggekommen sei. Die Aktionäre, die ihm in dieser Zeit ihre Anteile verkauften, hätten hingegen finanziellen Schaden erlitten. Die SEC verlangt, dass Musk die Summe zurückzahlt – plus eine zusätzliche Strafe.
44 Milliarden Dollar ausgegeben
Der Tech-Milliardär hatte Anfang 2022 angefangen, am Markt Aktien von Twitter zusammenzukaufen. Die SEC verweist in der Klageschrift darauf, dass sein Anteil am 14. März 2022 fünf Prozent erreichte. Nach den US-Regeln hätte er dies binnen zehn Kalendertagen öffentlich machen müssen.
Musk gab aber erst am 4. April – und damit elf Tage zu spät – bekannt, dass er bereits neun Prozent hält. Der Aktienpreis sprang danach um 27 Prozent hoch, wie die SEC hervorhob. Musk gab insgesamt rund 44 Milliarden Dollar für den im Oktober 2022 abgeschlossenen Kauf von Twitter aus.