Rekordjahr für die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB): 2025 waren täglich 1,43 Millionen Menschen mit den Zügen der SBB unterwegs – so viele wie noch nie, wie das ÖV-Unternehmen am Mittwoch anlässlich ihrer Jahresmedienkonferenz bekannt gegeben haben. Letztes Jahr waren es 1,39 Millionen Passagiere pro Tag.
Auch der Jahresgewinn fällt mit 496 Millionen Franken deutlich höher aus als 2024. Damals fuhren die SBB unter dem Strich 275 Millionen Franken ein. Rund die Hälfte des Gewinns für 2025 ist aber auf Einmaleffekte zurückzuführen. Primär reduzierten die SBB ihre Vorsorgeverpflichtung, weil das Risiko einer künftigen Sanierung der Pensionskasse abgenommen hat.
«Schulden sind nach wie vor zu hoch»
Die SBB konnten ihre Verschuldung von 12,1 Milliarden auf 11,3 Milliarden Franken senken – dank eines einmaligen Kapitalzuschusses durch den Bund von 850 Millionen Franken und eigenen Sparmassnahmen. «Trotzdem sind die Schulden nach wie vor zu hoch», heisst es dazu in einer Mitteilung. Und weiter: «Die SBB haben angesichts steigender Kosten zu wenig erwirtschaftet, um die notwendigen Investitionen aus eigener Kraft zu finanzieren.» Mittelfristig sei ein Gewinn von rund 500 Millionen Franken notwendig. Deshalb müsse man «weiter sparen und effizienter werden».
Die SBB waren im letzten Jahr erneut pünktlicher unterwegs – 94,1 Prozent aller Züge waren weniger als 3 Minuten verspätet. Nicht zufrieden ist man jedoch mit der Pünktlichkeit von Zügen aus dem Ausland. Besorgniserregend sei zudem, dass die Aggressionen gegenüber Mitarbeitenden in der Tendenz gröber würden und die Zahl von Cyberangriffen zunehme. Als Reaktion haben die SBB einige Massnahmen ergriffen – etwa haben sie die Präsenz der Transportpolizei verstärkt, Bodycams eingeführt und Sicherheitskampagnen lanciert.