Darum gehts
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Überall im Land gehen derzeit die Heizungen an. Bei den horrenden Preisen für Heizöl kann die kuschelig warme Wohnung aber ganz schön ins Geld gehen. Bei der nächsten Nebenkostenabrechnung droht das bittere Erwachen.
Auf der Energierechnung der Schweizer Haushalte ist Heizen so oder so der grösste Brocken: Laut Bundesamt für Energie gehen zwei Drittel des Energieverbrauchs allein fürs Heizen drauf.
Mit diesen simplen Massnahmen senkst du den Verbrauch beim Heizen und sparst schnell einmal Hunderte Franken – ohne zu frieren.
Warm anziehen statt heizen
Pulli statt T-Shirt, Socken statt barfuss: Wenn du die Raumtemperatur um nur 1 Grad senkst, sparst du zwischen 6 und 10 Prozent deiner Heizkosten. Beim aktuellen Heizölpreis von rund 170 Franken für 100 Liter spart eine durchschnittliche Schweizer Familie damit pro Jahr 130 bis 210 Franken.
Im Schlafzimmer darfs etwas kühler sein
Fürs Wohnzimmer empfehlen Fachleute eine Raumtemperatur von 20 bis 22 Grad. Bei den geläufigen Thermostat-Herstellern entspricht Stufe 3 am Drehrad rund 20 Grad im Zimmer. In der Küche reichen dagegen 18 bis 20 Grad. Herd und Ofen heizen, und Bewegung beim Kochen gibt warm.
Im Schlafzimmer empfiehlt Energie Schweiz, eine Plattform des Bundesamts für Energie, sogar nur 16 bis 18 Grad. Darunter sollte die Raumtemperatur aber nicht fallen, sonst droht Schimmel. Wichtig: Schliess die Türen zu den kühleren Räumen.
Temperatur senken – aber nicht übertreiben
In der Nacht, oder wenn tagsüber alle am Arbeiten und in der Schule sind, lohnt es sich, die Temperatur um ein paar Grad zu senken. Aber nicht übertreiben, denn das Aufheizen danach kostet Extra-Energie.
Kippfenster sind Energiefresser
Öffne drei- bis viermal pro Tag für fünf Minuten alle Fenster. Das sorgt für viel mehr Frischluft als abgekippte Fenster und kühlt den Raum weniger aus.
Vorhang auf für die Heizkörper
Heizkörper saugen kalte Luft an und verwirbeln die erwärmte Luft im Raum. Das klappt dann optimal, wenn die Luftzirkulation nicht gestört wird. Achte darauf, dass der Heizkörper nicht von Möbeln, Kleidern oder Vorhängen verdeckt wird. Heizungsbauer Vaillant empfiehlt einen Mindestabstand von 20 Zentimetern zum Heizkörper.
Fensterläden halten Wärme zurück
Nachts geht viel Wärme über die Fenster verloren. Dem wirkst du entgegen, indem du Roll- und Fensterläden schliesst und die Vorhänge zuziehst. Das Gegenteil gilt tagsüber für Fenster an der Sonne: Rollläden hoch, dann heizt die Sonne deine Wohnung gratis.
Wenns zieht, abdichten
Gerade in Altbauten zieht es oft bei Fenstern und Türen. Ein Dichtungsband oder eine Stoffrolle auf der Türschwelle können Wunder wirken – und Heizkosten sparen.
Lass mal Luft ab
Gluckert deine Heizung oder wird sie nicht mehr richtig warm? Dann ist es Zeit, die Heizkörper zu entlüften. Das ist rund zweimal pro Heizperiode angesagt. «15 Prozent Heizenergie können Sie durch das Entlüften der Heizung sofort einsparen», sagt Energieexperte Adrian Grossenbacher vom Bundesamt für Energie im Podcast von Energie Schweiz.
Dieser Millimeter geht ins Geld
Heizen sorgt im Kessel für Ablagerungen. Bleiben diese liegen, schadet das der Anlage und der Heizleistung. Schon eine Ablagerung von einem Millimeter erhöht die Heizkosten um rund 5 Prozent. Lass den Kessel vor der Heizperiode reinigen oder schau mit der Hausverwaltung, dass es erledigt wird.