So sieht das fertige Dolder-Wellenbad aus
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Champagner auf Knopfdruck:So sieht das fertige Dolder-Wellenbad aus

Noch vor Saisonende
Luxuriöse Champagner-Lounge in Zürcher Dolder-Badi verschwindet

Ende Juni eröffnete die für 20 Millionen Franken renovierte Dolder-Badi – inklusive Champagner-Lounge. Der exklusive Cüpli-Bereich im Zürcher Freibad sorgte für Kritik. Und für Irritationen bei der Stadt. Diese zieht nun die Reissleine und beerdigt die Luxus-Lounge.
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Die Kritik an der für 20 Millionen Franken renovierten Dolder-Badi fällt heftig aus.
Foto: PD

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die Zürcher Dolder-Badi investierte 20 Millionen Franken, erntet Kritik
  • Champagner-Lounge wird nach nur zwei Monaten bis Ende August abgebaut
  • Blick-Umfrage: Ein Drittel der 2700 Teilnehmer befürwortet die Luxus-Lounge
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Michael HotzTeamlead Wirtschafts-Desk

Zu teuer, schlechtes Essen, wenig Schatten: Seit der Wiedereröffnung im Juni hagelt es Kritik am neuen Zürcher Dolder-Wellenbad – wohl auch wegen des stolzen Betrags, den die Stadt Zürich in die Sanierung gesteckt hat. 20 Millionen Franken hat sie investiert. Entstanden ist eine der luxuriösesten Badis der Schweiz. Sogar eine Champagner-Lounge gibt es.

Die umstrittene Luxus-Lounge ist aber bereits wieder Geschichte, wie die «NZZ» berichtet. «Im Gespräch wurde vereinbart, dass die Champagner-Lounge bis Ende August abgebaut wird», teilt das Zürcher Sportamt gegenüber der Zeitung mit. Noch vor Saisonende ist also bereits Schluss. In gut einer Woche verschwindet der Edel-Bereich aus der Dolder-Badi – für immer. Und nach bloss zwei Monaten.

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Stadt war schon bei Eröffnung kritisch

Betreiber der Badi und damit auch der Champagner-Lounge ist nicht die Stadt Zürich, sondern das angrenzende Luxushotel Dolder Grand des Zürcher Milliardärs Urs Schwarzenbach (78). Das Dolder zog für den Luxus-Gastrobereich gar einen Sponsor an Land. Der offizielle Name: Moët et Chandon Lounge. Die teuerste Flasche kostet dort 108 Franken.

So viel Luxus war der Stadt Zürich wohl zu viel für ein öffentlich zugängliches Freibad. Dies liess sie bereits kurz nach der Eröffnung durchblicken: «Das Sportamt wird die aktuelle Ausgestaltung des Angebots mit der Betreiberin besprechen», teilte damals eine Sprecherin gegenüber Blick mit.

Gespaltene Blick-Community

Auch in der Blick-Leserschaft sorgte die Champagner-Lounge für kontroverse Debatten – und für Kritik. «Eine Champagner-Lounge für Möchtegern-VIPs? Jetzt fehlen nur noch Kaviar und Austern. Ein No-Go in einer Züri-Badi!», so Leser Hans Stoll. Und Leserin Franziska Walser monierte den Alkoholkonsum im Freibad: «Alkohol und Wasser – schlechte Kombination. Die Bademeister haben schon genug Arbeit.»

Eine Blick-Umfrage in der Community zeigte jedoch, dass es auch Fans der Luxus-Lounge gibt. Ein Drittel der über 2700 Teilnehmenden fand die Lounge eine gute Idee. Einige gönnen sich nach dem Schwimmen also gerne ein Cüpli. Ein weiteres Drittel hatte keine klare Meinung.

Essen kommt schlecht an, es fehlt an Schatten

Startschwierigkeiten hat die Dolder-Badi aber nicht nur wegen der Champagner-Lounge. Viele Badegäste übten auch sonst Kritik – etwa am Essen im Badi-Restaurant. Dieses sei teuer und schmecke eklig, schimpfte eine Stammkundin, die seit 30 Jahren ins Dolder kommt, gegenüber der «NZZ». Ein Burger kostet 17 Franken – ohne Pommes.

Auch der fehlende Schatten wird immer wieder kritisiert. «Schöne Badi, leider aktuell sehr wenig Schatten», monierte ein Gast. Wer sich einen Sonnenschirm ausleiht, zahlt einen Fünfliber. Gar 7 Franken kostet ein Liegestuhl. «Das ist eine Abzocke vom Feinsten», motzte ein Gast. 

Dolder hat auf Kritik reagiert

Dolder-Sprecher Joachim Schweier zeigte auf Blick-Anfrage gewisses Verständnis für die Kritik. Man verstehe, dass die Erwartungen hoch sind und die Gäste genau hinschauen, sagt er zu Blick. Bei der Gastronomie würde man laufend optimieren. So habe man einen Getränkeautomaten aufgestellt und die Glace-Maschine wieder in Betrieb genommen. Die Preise seien «mit anderen Badis vergleichbar».

Nach dem Umbau gebe es mehr Schattenplätze als zuvor. «Dank neu gepflanzter Bäume sowie der Pergola oberhalb der Umkleiden», erklärt Schweier. Und verweist zudem auf die Sonnenschirme. Schon zweimal habe man zusätzliche Mietschirme angeschafft. 

Mit dem Abbau der Champagner-Lounge schraubt das Dolder nun nochmals am Angebot seiner Badi hoch über Zürich. Und macht etwas weniger auf Luxus.

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