Nach plötzlichem Tod von Gründer und Geschäftsführer
Bündner Baumarkt-Kette Do It schliesst Hälfte der Filialen

Nach gut 40 Jahren macht die Bündner Baumarkt-Kette Do it ihre Standorte in Chur und Zernez zu. Die Erben des verstorbenen Geschäftsführers Josias Gasser wollen sich auf die zwei verbleibenden Filialen konzentrieren. Ein Grund dafür ist die zunehmende Konkurrenz.
Kommentieren
1/6
Die Do it Filiale in Chur. Es ist eine von insgesamt vier.
Foto: DO IT Bau- und Gartencenter

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Do it Baumärkte schliessen in Chur und Zernez bis Mai 2026
  • Wegen dem plötzlichen Tod des Gründers und Geschäftsführers habe sich die Standortanalyse beschleunigt
  • 90 Prozent der Mitarbeitenden sollen ihre Arbeitsstellen behalten
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
Nathalie_Benn_Praktikantin Wirtschaft _Blick_2-Bearbeitet.jpg
Nathalie BennRedaktorin Wirtschaft

Im Oktober 2025 traf ein Schicksalsschlag die Do it Baumärkte mit Sitz in Chur: Ihr Gründer und damaliger Geschäftsführer Josias F. Gasser (†72) erlag unerwartet den Folgen einer Hirnblutung. Jetzt, rund 4,5 Monate später, kommt es bei der Bündner Firma zu einem harten Schnitt. Zwei der insgesamt vier Do-it-Standorte schliessen. Zuerst hat das Portal GR Heute darüber berichtet. 

Konkret schliesst die Filiale in Zernez GR per 4. April ihre Türen, jene in Chur ist ab 2. Mai Geschichte. Die Bündner Baumarkt-Kette – nicht zu verwechseln mit der ehemaligen Migros-Tochter Do it + Garden – schreibt dazu in einer Mitteilung: «Das plötzliche Ableben des Umweltpioniers und Geschäftsführers Josias F. Gasser und die damit verbundene Regelung der Nachfolge in der Geschäftsleitung der Do-it-Baumärkte hat zu einer Beschleunigung der schon vorher angelaufenen Standortanalysen geführt.»

Und diese Analysen haben offenbar gezeigt: Die Läden in Chur und Zernez werfen nicht genug ab. Stattdessen wollen sich die Erben des Gründers – Georg Gasser jun., Petra Gerster und Ricardo Oswald – auf die verbleibenden Standorte in Punt Muragl im Oberengadin und in Kübliz bei Davos fokussieren. Die Schliessung erachten sie als einen «schmerzhaften, aber notwendigen Schritt», so die Nachkommen in der Mitteilung. 

Anschlusslösungen für Angestellte

Auf Entlassungen könne man «weitgehend« verzichten: «90 Prozent der Angestellten können ihren Job behalten», erklärte Georg Gasser gegenüber GR Heute. 

Die Schliessung der beiden Standorte hat mehrere Gründe. So wären in den Filialen in Chur und Zernez «umfangreiche bauliche Massnahmen und Sanierungen» angestanden. Ein «wirtschaftlich sinnvoller Weiterbetrieb» wäre damit nicht mehr möglich gewesen, heisst es dazu in der Medienmitteilung. 

In Chur ist zudem die Konkurrenz zum Problem geworden: Die Wettbewerbssituation habe sich in den vergangenen Jahren deutlich verstärkt, schreibt die neue Führung. Unter anderem mit Konkurrenten wie Jumbo und Landi in Chur und dem Bauhaus im nahegelegenen Sargans GR. 

Wandel im Baumarkt

Dass der Kundenkampf im Fachhandel wie den Baumärkten immer härter wird, hat auch der orange Riese gemerkt. Die Migros zog im Februar 2025 ihrem Fachmarkt Do it + Garden den Stecker.

31 Filialen mussten für immer schliessen, ein Käufer konnte nicht gefunden werden. «Keiner sah das Potenzial, das Geschäft landesweit erfolgreich weiterzuführen», sagte der Detailhändler damals. 466 Mitarbeiter waren von dem Entscheid betroffen. Einzelne Standorte wurden von verschiedenen Migros-Konkurrenten übernommen.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen