Millionen für die Sicherheit
SBB vergeben Grossauftrag an Securitas

Die private Sicherheitsfirma erhält einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag. Sie sollen in den nächsten drei Jahren die Sicherheit an Bahnhöfen und in Zügen gewährleisten.
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An Bahnhöfen und in Zügen markieren Securitas-Mitarbeiter Präsenz.
Foto: Facebook

Darum gehts

  • SBB vergeben Sicherheitsauftrag an Securitas für drei Jahre
  • Für einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag erbringt Securitas schweizweit Leistungen
  • Securitas ist seit 16 Jahren für die SBB tätig
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Andreas SchmidInlandredaktor

Die SBB erteilen der Sicherheitsfirma Securitas für drei Jahre einen Auftrag in der Höhe «eines mittleren zweistelligen Millionenbetrags», wie SBB-Sprecherin Sabrina Schellenberg zu einem publizierten Zuschlagsentscheid sagt. Die SBB beziehen externe Dienstleistungen, um in der ganzen Schweiz die Sicherheit an Bahnhöfen und in Zügen zu gewährleisten. Primär komme Securitas für die präventive Präsenz in Zügen auf, sagt Schellenberg. Daneben betreibt das Unternehmen im Raum Zürich eine Einsatzzentrale, die Patrouillen koordiniert und delegiert. 

Für die Sicherheit an Bahnhöfen und in Zügen sind neben Securitas-Angestellten auch die SBB-eigene Transportpolizei sowie Angehörige der SBB-Tochter Transsicura besorgt. 

«Vorteilhaftestes Angebot»

Securitas erbringe bereits seit 16 Jahren einen Teil der öffentlichen Sicherheitsdienstleistungen für die SBB, vor allem im Gebiet des Zürcher Verkehrsverbunds, sagt Schellenberg. Da der bisherige Vertrag im Frühling auslaufe, sei der Auftrag neu zu vergeben gewesen. «Securitas hat das vorteilhafteste Angebot eingereicht und deshalb wieder den Zuschlag erhalten», begründet die SBB-Sprecherin.

Auf der Ausschreibungsplattform Simap schreiben die SBB dazu: «Ausschlaggebend waren insbesondere die hohen Punktzahlen bei allen qualitativen Zuschlagskriterien.»

Wiederholte Vorkommnisse

Vandalenakte an Bahnhöfen, Angriffe auf SBB-Personal und Sachbeschädigungen an Zügen sorgen regelmässig für Aufsehen und öffentliche Empörung. Eisenbahngewerkschaft und SBB machen seit längerem mit Kampagnen auf die zunehmende Gewalt gegen Zugpersonal aufmerksam. Aber auch Fahrgäste werden durch randalierende Sportfans oder unflätige und betrunkene Passagiere gefährdet.

Die Transportpolizei mit rund 200 Angestellten kann im Gegensatz zu Securitas und Transsicura in eskalierenden Situationen polizeiliche Aufgaben wahrnehmen. Ihre Angestellten sind mit Dienstwaffe, Pfefferspray und Schlagstock ausgerüstet. Sicherheit sei «eine Verbundaufgabe», sagt SBB-Sprecherin Schellenberg, in den Zügen und rund um die Bahnhöfe sei eine Kooperation der Partnerorganisationen unabdingbar.

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