Mega-Fusion Helvetia Baloise
Verwirrung um Entlassungen beim Versicherungsriesen

Am heutigen Mittwoch publiziert Helvetia Baloise die Geschäftszahlen für 2025. Darin gibt der Versicherer neue Details zum geplanten Stellenabbau bekannt.
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Mit der neuen Helvetia Baloise entsteht ein Schweizer Versicherungsriese.
Foto: Marco Zangger
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Nathalie BennRedaktorin Wirtschaft

Mit der Fusion der beiden Versicherer Helvetia und Baloise ist ein Versicherungsriese mit weltweit 22'000 Angestellten entstanden. Beim Zusammenschluss kommt es aber auch zu einem grossen Stellenabbau.

Bislang war nicht klar, wie viele Jobs genau wegfallen werden. Offiziell sprach der Konzern von 2000 bis 2600 Stellen weltweit. Ein grosser Teil davon entfällt auf die Schweiz: Hierzulande sollten 1400 bis 1800 Jobs verschwinden. Ende März zeichnete sich jedoch ab: Allein in der Schweiz könnten bis zu 2300 Angestellte entlassen werden, berichtete damals die «Handelszeitung»

Helvetia Baloise widersprach dieser Zahl deutlich. Hoffnung auf Aufklärung gab darum der Jahresbericht für das Geschäftsjahr 2025. Doch auch darin wird der neue Versicherungsriese nicht konkreter: «Auf Basis der definierten Synergieziele und bestehender Effizienzinitiativen rechnet die Gruppe bis 2028 mit einem Abbau von rund 2000 bis 2600 Vollzeitstellen in der gesamten Organisation», heisst es dazu lediglich. Dafür ist nun bekannt: Bis Ende März 2026 haben bereits über 1100 Angestellte das Unternehmen verlassen oder die Kündigung erhalten, schreibt der Versicherer weiter. 

Gewinn der neuen Gruppe beträgt über 1 Milliarde Franken

Die Fusion war am 9. Dezember 2025 abgeschlossen, zumindest auf dem Papier. Die kleinere Baloise ist dabei faktisch in der grösseren Helvetia aufgegangen. Hierzulande soll diesen Sommer alles unter Dach und Fach sein: «Vorbehaltlich der Genehmigung durch die Finma beabsichtigt Helvetia Baloise, die Fusionen der Versicherungsgesellschaften in der Schweiz bis zum 1. Juli 2026 abzuschliessen», so der Konzern. 

Heisst: Für den Grossteil des Geschäftsjahres operierten die beiden Versicherer separat. Helvetia erwirtschaftete 2025 ein Gewinn von 633,4 Millionen Franken, ein Plus von 19,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Baloise fuhr einen Konzerngewinn von insgesamt 409,6 Millionen Franken ein, mit 6,4 Prozent ebenfalls leicht mehr als im Vorjahr. Der Gewinn für die gesamte Gruppe wird pro forma auf 1,034 Milliarden Franken beziffert.

Die Aktionäre des neuen Versicherungskonzerns dürfen sich auch über mehr Dividende freuen: «Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung für das Geschäftsjahr 2025 eine Dividende von 7.70 Franken je Aktie vor», heisst es in der Mitteilung. «Dies entspricht einer Ausschüttung von 765,5 Millionen, was einer Erhöhung um 5,4 Prozent gegenüber der kombinierten Auszahlung beider Unternehmen im Vorjahr entspricht.»

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