Darum gehts
- Bitcoin Suisse streicht 60 von 120 Stellen in Zug wegen Neuorganisation
- Arbeitsplätze werden nach Bratislava und Vietnam verlegt, Kopenhagen-Standort schliesst
- UBS verlor weltweit 2500 Vollzeitstellen im zweiten Quartal 2026
Kahlschlag in Zug: Der Kryptodienstleister Bitcoin Suisse streicht 60 der insgesamt 120 Stellen am Hauptsitz. Hintergrund ist eine Neuorganisation des Unternehmens, wie das Portal finews.ch berichtet. Demnach will sich Bitcoin Suisse internationaler ausrichten. Bitcoin Suisse bestätigt den Jobabbau in Zug gegenüber Blick.
Die 2013 gegründete Firma will ins Ausland expandieren. Man trete «in die in die nächste Phase des internationalen Wachstums ein», teilt das Unternehmen in einer Stellungnahme gegenüber Blick mit. Unter anderem ist das Ziel, im Bereich Vermögens- und Asset-Management zu wachsen.
Erste Kündigungen noch in diesem Jahr
Gleichzeitig will Bitcoin Suisse einen grossen Teil seiner bisherigen Tätigkeiten von Zug ins Ausland verlegen. Am Hauptsitz vor allem Stellen im Backoffice und in der Administration weg. Die Jobs will Bitcoin Suisse an den Standort in der slowakischen Hauptstadt Bratislava verlegen – oder nach Vietnam, wo das Unternehmen einen neuen Standort plant. «Die Schweiz bleibt für Bitcoin Suisse von zentraler Bedeutung», betont das Krypto-Unternehmen.
Vom Abbau betroffen ist auch der IT-Entwicklungsstandort in Kopenhagen. Diesen will Bitcoin Suisse komplett schliessen. Die Mitarbeitenden wurden am Freitag über die Massnahmen informiert, bis zum 20. September läuft der Konsultationsprozess. Noch in diesem Jahr soll es zu ersten Kündigungen kommen.
Schweizer Jobs im Finanzwesen werden rarer
Für den Finanzplatz Schweiz ist das eine weitere Hiobsbotschaft. In der Branche fallen immer mehr Stellen weg – stark getrieben durch Abbaupläne der UBS. Nach der Übernahme der Credit Suisse kündigte die Schweizer Grossbank an, hierzulande rund 3000 Jobs abzubauen. Gut die Hälfte ist bereits weg. Eine weitere grosse Abbaurunde kündigte UBS-Chef Sergio Ermotti (66) in diesem Frühjahr für die zweite Jahreshälfte 2026 und Anfang 2027 an.
Zuletzt hat sich das Tempo beschleunigt. Im zweiten Quartal ist die UBS auf Vollzeitstellen umgerechnet erstmals unter die 100'000er-Marke weltweit gefallen, seit sie im März 2023 die CS übernommen hat. Die Zahl der Vollzeitäquivalente sank um rund 2500 auf noch knapp über 99'000.