Knall in Zug
Bitcoin Suisse streicht jede zweite Stelle am Hauptsitz

Der Kryptodienstleister Bitcoin Suisse möchte sich neu internationaler aufstellen – und setzt darum in der Schweiz den Rotstift an. Am Hauptsitz in Zug sollen 60 der total 120 Stellen verschwinden.
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Bitcoin Suisse steht vor einem grossen Umbau.
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Michael HotzTeamlead Wirtschafts-Desk

Kahlschlag in Zug: Der Kryptodienstleister Bitcoin Suisse streicht 60 der insgesamt 120 Stellen am Hauptsitz. Hintergrund ist eine Neuorganisation des Unternehmens, wie das Portal Finews.ch berichtet. Demnach will Bitcoin Suisse sich internationaler ausrichten. Eine Anfrage von Blick ist noch hängig.

Die 2013 gegründete Firma will ins Ausland expandieren – und gleichzeitig die Präsenz in der Schweiz verringern. So will Bitcoin Suisse einen grossen Teil seiner bisherigen Tätigkeiten ins Ausland verlegen, weg von Zug. 

Laut dem Bericht fallen am Hauptsitz vor allem Stellen im Backoffice und in der Administration weg. Noch in diesem Jahr soll es zu ersten Kündigungen kommen. Die Jobs will Bitcoin Suisse an den Standort in der slowakischen Hauptstadt Bratislava verlegen – oder nach Vietnam, wo das Unternehmen einen neuen Standort plant. 

Schweizer Jobs im Finanzwesen werden rarer

Für den Finanzplatz Schweiz ist das eine weitere Hiobsbotschaft. In der Branche fallen immer mehr Stellen weg – stark getrieben durch Abbaupläne der UBS. Nach der Übernahme der Credit Suisse kündigte die Schweizer Grossbank an, hierzulande rund 3000 Jobs abzubauen. Gut die Hälfte ist bereits weg. Eine weitere grosse Abbaurunde kündigte UBS-Chef Sergio Ermotti (66) in diesem Frühjahr für die zweite Jahreshälfte 2026 und Anfang 2027 an.

Zuletzt hat sich das Tempo beschleunigt. Im zweiten Quartal ist die UBS auf Vollzeitstellen umgerechnet erstmals unter die 100'000er-Marke weltweit gefallen, seit sie im März 2023 die CS übernommen hat. Die Zahl der Vollzeitäquivalente sank um rund 2500 auf noch knapp über 99'000.

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