Iran-Krieg verunsichert
Fed-Chef Jerome Powell legt noch eine Zinspause ein

Die US-Notenbank belässt den Leitzins in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Auch, um zu schauen, wie sich der Iran-Krieg entwickelt. Hält er an, steigen die Benzinpreise weiter an. Und erhöhen den Druck auf Fed-Chef Jerome Powell, die Zinsen zu senken.
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Jerome Powell, Chef der US-Notenbank Fed, lässt die Zinsen unverändert.
Foto: imago/Kyodo News

Darum gehts

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  • US-Notenbank Fed belässt Leitzins am 18. März 2026 bei 3,5–3,75 Prozent
  • Grund: Iran-Krieg treibt Ölpreise hoch, gefährdet globale Energieversorgung
  • Inflation Februar 2026: 2,4 Prozent, 92'000 US-Jobs gingen verloren
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Patrik BergerRedaktor Wirtschaft

Es bleibt alles beim Alten! Der Offenmarktausschuss der US-Notenbank Fed entschied an seiner Sitzung vom Mittwoch, nicht erneut am Leitzins zu rütteln. Die Zinsspanne bleibt bei 3,5 bis 3,75 Prozent, wie es die Analysten erwartet haben. 2025 noch hatte die Fed rund um Notenbank-Chef Jerome Powell (73) den Leitzins dreimal in Folge gesenkt. 

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Grund für die Zinspause ist der eskalierende Konflikt im Nahen Osten. Der von US-Präsident Donald Trump (79) angeordnete Iran-Krieg treibt die Ölpreise nach oben – und heizt damit auch die Inflation weiter an. Benzin ist in den USA zuletzt deutlich teurer geworden.

Die Fed lässt den Leitzins unverändert, um abzuwarten, wie sich der Konflikt entwickelt. Denn bleibt die wichtige Öl-Route durch die Strasse von Hormus über eine längere Zeit gefährdet, droht der Welt eine grosse Energiekrise.

Teuerung hoch, Jobs weg

Jerome Powell steckt in der Zwickmühle: Die Teuerung in den USA lag im Februar 2026 bei 2,4 Prozent. Die Fed strebt eine Rate von 2 Prozent an. Das hätte eigentlich für eine Zinserhöhung gesprochen. Gleichzeitig hat sich zuletzt aber auch die Konjunktur deutlich abgekühlt. Die US-Wirtschaft wuchs im vierten Quartal 2025 nur noch um 0,7 Prozent. Im Februar gingen zudem 92'000 Jobs verloren, mehr als Experten erwartet hatten. Isoliert betrachtet ein guter Grund für eine Senkung des Leitzinses.

Entschieden hat sich der Notenbankchef nun für den Mittelweg. Es war Powells zweitletzter Zinsentscheid als Fed-Chef. Seine Amtszeit endet am 15. Mai. Präsident Trump hat den früheren Fed-Beamten Kevin Warsh (55) als Nachfolger nominiert. Trump und Powell waren sich zuletzt spinnefeind. Seit dem Einzug ins Weisse Haus hat Trump von Powell und der Fed lautstark sinkende Zinsen gefordert.

Klar ist: Der Druck auf der Fed bleibt hoch. Zieht sich der Krieg im Iran in die Länge und steigen die Preise weiter an, kommt Powell kaum darum herum, an seiner letzten Sitzung die Zinsen zu senken. Und damit Präsident Trump ein Abschiedsgeschenk zu machen.

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