Investor aus Zürich
Vom SpaceX-Börsengang würde auch ein Schweizer profitieren

Die Raumfahrtfirma von Elon Musk will offenbar an die Wall Street. Der Rekord-Börsengang wäre auch ein Geldsegen für den Zürcher Investor Daniel Aegerter. Das steckt dahinter.
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Abheben an der Börse: Elon Musks SpaceX soll den IPO planen.
Foto: imasgo

Darum gehts

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Marc Kowalsky
Bilanz

Es soll der grösste Börsengang der Geschichte werden: Mit bis zu 1,5 Billionen Dollar könnte SpaceX bewertet werden, wenn sie in den nächsten zwölf Monaten an die Börse geht. Das entspricht knapp dem anderthalbfachen Bruttoinlandprodukt (BIP) der Schweiz. Die Firma selber könnte dabei mehr als 30 Milliarden Dollar einnehmen, auch dies ein Rekord.

Vom möglichen Geldsegen – noch hat SpaceX die IPO-Pläne nicht offiziell bestätigt – würde auch Daniel Aegerter profitieren. Der Zürcher Investor ist seit zehn Jahren an der Raumfahrtfirma beteiligt. Sein damals 19-jähriger Sohn hatte ihn zum Einstieg überredet, denn Aegerter selbst war ursprünglich skeptisch. Die Beteiligung möglich gemacht hatte dann der amerikanische Milliardär und VC Steve Jurvetson, der seit 2006 im Board von SpaceX sitzt.

Artikel aus der «Bilanz»

Dieser Artikel wurde erstmals in der «Bilanz» publiziert. Weitere spannende Artikel findest du unter bilanz.ch.

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Jurvetson hatte in den späten 90er-Jahren in Tradex Technologies, Aegerters Firma für E-Commerce-Software, investiert, die im März 2000 unmittelbar vor dem Platzen der Dotcom-Blase für 5,6 Milliarden Dollar von der amerikanischen Ariba übernommen wurde.

Der Zürcher Investor Daniel Aegerter.
Foto: Philipp Rossier

Er will seine Beteiligung nicht verkaufen

Aegerters Beteiligung an der Weltraumfirma von Elon Musk – sie betreibt wiederverwendbare Raketen unter anderem im Auftrag der NASA sowie das Satellitenkommunikationssystem Starlink – ist nach eigenen Aussagen einen dreistelligen Millionenbetrag wert. Eincashen würde er beim Börsengang aber nicht, sondern die Beteiligung halten: «SpaceX kann die wertvollste Firma der Welt werden und die Zukunft der Menschheit nachhaltig verändern – für mich ein Hold für die nächste Generation», sagt er, sprich: für seinen Sohn.

Ein anderer Faktor dürfte freilich auch eine Rolle gespielt haben: seine Erfahrung mit Oklo. Die US-Firma entwickelt sogenannte «Advanced Fission»-Reaktoren: kleine, modulare Kernreaktoren, die Rechenzentren, Militäranlagen oder abgelegene Standorte ohne Netzzugang mit Strom versorgen. 2015, unmittelbar nach der Gründung und pre-seed, war Aegerter dort eingestiegen.

Im Mai 2024 ging Oklo im Rahmen eines SPAC-Deals an die New Yorker Börse zu einer Bewertung von 850 Millionen Dollar. Danach explodierte die Marktkapitalisierung auf über 25 Milliarden Dollar, heute ist Oklo knappe 14 Milliarden wert. «Ich habe zu früh reduziert und Hunderte Millionen unter Potenzial verkauft», sagt Aegerter. «Ich hätte nie erwartet, dass der Firmenwert über 25 Milliarden Dollar steigt, bevor der erste Reaktor online geht.» Diese Fehleinschätzung wird ihm bei SpaceX zumindest nicht passieren.

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