Teuerungsschub wegen Iran-Krieg
Wie viel Geld du für den Notfall bereithalten solltest

Durch den Iran-Krieg droht auch uns in der Schweiz ein Teuerungsschub. Für manche kann es finanziell schwierig werden. Blick verrät dir, wie viel Geld du für den Notfall auf die Seite legen solltest.
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Der Iran-Krieg hinterlässt erste Spuren – auch in den Haushaltsbudgets in der Schweiz.
Foto: imago/Xinhua

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die Konsumentenpreise in der Schweiz stiegen im März um 0,2 Prozent
  • Expertin empfiehlt drei bis sechs Monatsausgaben als finanzielle Reserve
  • Dachverband rät Einzelpersonen zu Ersparnissen von ein bis drei Monatslöhnen
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Viele Haushaltsbudgets sind sowieso schon angespannt. Stichwort: steigende Mietzinsen, Krankenkassenprämien und Co. Und nun hinterlässt auch der Iran-Krieg seine ersten Spuren in Schweizer Portemonnaies. Der Landesindex der Konsumentenpreise ist im März gegenüber dem Vormonat 0,2 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt liegt er 0,3 Prozent höher. Belastend auf das Budget wirkt sich die Rohölhausse aus, die das Tanken extrem verteuert. Auch Pauschalreisen werden teurer.

Wenn dann noch Unvorhergesehenes passiert, kann das die eigene Finanzplanung ziemlich durcheinanderbringen. Deshalb lohnt es sich, einen Notbatzen zur Hand zu haben. Aber wie hoch sollten die finanziellen Reserven sein? Blick hat bei Experten nachgefragt.

Wie viel Geld brauche ich im Notfall?

«Die Faustregel besagt: Man sollte im Minimum drei Monatsausgaben auf der Seite haben», sagt Jeannette Schaller (61) von der Migros Bank. Optimal wären drei bis sechs Monatslöhne. Wer seine Ausgaben genau im Blick haben möchte, mache am besten ein Budget. Damit können im Notfall Miete, Krankenkasse, Steuern und alltägliche Ausgaben für wenige Monate gedeckt werden.

Der Dachverband Budgetberatung Schweiz empfiehlt, Einzelpersonen ein bis drei Monatslöhne zur Seite zu legen. «Finanzielle Sorgen wirken sich stark auf die Gesundheit aus. Daher ist es wichtig, dass man sich durch die Ersparnisse abgesichert und beruhigt fühlt», sagt Philipp Frei (40), Präsident des Verbands.

Was ist mit Familien?

Familien sollten lieber etwas mehr – am besten vier bis sechs Monatsausgaben – als eiserne Reserve zurücklegen. «Bei Familien kommt es eher zu unvorhergesehenen Ausgaben», so Schaller gegenüber Blick. Dasselbe gilt für Personen mit Wohneigentum.

Was, wenn ich nicht so viel sparen kann?

Gerade für Jüngere oder Menschen mit einem geringen Einkommen ist Sparen eine grosse Herausforderung. «Auch wenn es nur wenig ist, ist es ratsam, etwas auf die Seite zu legen. Regelmässiges Sparen ist wichtig», so Schaller. Auch kleine Beträge helfen.

Der Finanzplanerin ist aufgefallen, dass insbesondere Frauen keine gute Altersvorsorge haben – oft wegen Jobunterbrüchen aufgrund einer Mutterschaft. Umso mehr müsse man versuchen, zu sparen. «Für ein unbelasteteres Leben hilft es, finanziell möglichst unabhängig zu sein», rät sie.

Frei von der Budgetberatung empfiehlt, immer minimale Rückstellungen für Steuern, Krankenkassenfranchise sowie eine kleine Reserve beiseitezulegen: «Wenn man regelmässig Mühe hat, Rechnungen zu bezahlen, wäre zudem eine Beratung sinnvoll.»

Oft lohnt es sich, die Ausgaben genauer anzuschauen: Braucht man das Streaming- oder Fitness-Abo tatsächlich? Auch bei Verträgen wie einer Autoversicherung, die man nur einmal pro Jahr künden kann, ist Vorsicht geboten. Dasselbe gilt für Leasingverträge.

Wohin mit dem Geld?

Eine kleine Reserve an Bargeld schade nicht, so Frei weiter. Diese sollte aber nicht höher sein als einige hundert Franken. Grössere Summen seien auf einem Bankkonto besser aufgehoben.

Schaller von der Migros Bank empfiehlt das Topfsystem: Den ersten Topf – ein einfaches Privatkonto am besten ohne hohe Gebühren – nutzt man für regelmässige Zahlungen. Im zweiten Topf kann man Geld sparen, das man im Alltag nicht braucht. Dafür eignet sich ein Sparkonto mit einem Anlagehorizont von ein bis zwei Jahren. Das Ersparte kann man dann für Unvorhergesehenes brauchen, wie beispielsweise einen Zahn-Notfall oder Reparaturen. Wer noch mehr sparen will, kann zudem einen dritten Topf anlegen und diese Gelder langfristig in Wertschriften investieren.

Wie spare ich langfristig?

«Wer die eiserne Reserve auf der Seite hat, kann mit der dritten Säule oder einem Fondssparplan noch mehr sparen», so Schaller. Ein Fondssparplan würde sich insbesondere für junge Personen lohnen – diese können mehr herausholen. Mit der dritten Säule lässt sich gemäss Schaller eine gute Rendite erzielen – und zudem Steuern sparen. Je früher und regelmässiger man spart, desto mehr kann man ausserdem vom Zinseszins profitieren.

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