Darum gehts
- Zuger Kantonalbank-Aktie überschritt im März erstmals 10'000 CHF Grenze
- Seit 2020 fast verdoppelt, 2026 Anstieg um 17 Prozent trotz Unsicherheiten
- Nur Lindt-&-Sprüngli-Aktien und PS mit höherem Kurs: 114'200 CHF
Die Aktie der Zuger Kantonalbank hat Mitte März erstmals die Schwelle von 10’000 Franken überschritten. Damit stieg die Aktie in den Olymp der Schweizer Titel mit einer fünfstelligen Zahl oder mehr auf.
Am Schweizer Markt notieren nur zwei Titel höher: Der Partizipationsschein (PS) und die Aktie von Lindt & Sprüngli. Sie haben den Sprung über die Marke von 10'000 beziehungsweise 100’000 Franken vor fast fünf Jahren vollzogen. Derzeit notiert der PS bei 11'200 Franken und die Aktie bei 114’200 Franken.
Dieser Artikel wurde erstmals auf Cash.ch publiziert. Weitere spannende Artikel findest du auf www.cash.ch.
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Seit Corona fast verdoppelt
Die Aktie der Zuger KB hat in diesem Jahr – wie fast alle Titel von Kantonalbanken – wegen geopolitischer Streitigkeiten und der Verunsicherung der Investoren zugelegt. Die Eigentümer der Banken sind zur Mehrheit die Kantone, die Staatsgarantie gibt den Anlegern ein Gefühl der Sicherheit. Der Kursanstieg der Zuger KB ist indes nicht bloss in diesem Jahr augenfällig (plus 17 Prozent). Seit dem Corona-Tiefstand im März 2020 hat sich die Aktie im Wert fast verdoppelt.
Eine Aktie in vier- oder fünfstelliger Höhe – das ruft normalerweise nach einem Aktiensplit. Eine Aktien-«Teilet» macht die Titel für Investoren handelbarer und bietet Unternehmen mehr Flexibilität bei der Mitarbeiter-Incentivierung. Vor fünf Jahren teilte etwa Belimo die Aktie 1:20 bei einem Stand von rund 8000 Franken, letztes Jahr folgte der Pharmazulieferer Siegfried mit einem Split der eigenen Aktien.
Teuerste Aktie ist jene von Lindt & Sprüngli
Bei der Zuger KB ist ein Aktiensplit aber «momentan kein Thema», wie Tobias Fries, Leiter Kommunikation bei der Zuger KB, auf Anfrage mitteilt. Womöglich spielen gewisse Exklusivitätsgedanken eine Rolle. Eine «Rolls-Royce-Aktie» gibt am Markt ein gewisses Prestige.
Wie geht es den Schweizer Firmen? Was läuft an der Wall Street? Und wie entwickelt sich der Goldpreis? Wir halten dich über die neusten Entwicklungen an den Märkten auf dem Laufenden – hier im Liveticker.
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So wie bei Lindt. Im Gespräch mit cash.ch schon vor zehn Jahren erteilte der damalige CEO und VR-Präsident Ernst Tanner einem Aktiensplit eine klare Absage. «Wir wollen die teuerste Aktie im Markt sein», so Marketing-Fuchs Tanner damals. Dies habe den grossen Vorteil, dass die Aktie in aller Munde sei. Über Aktien mit einem Wert von einigen hundert oder tausend Franken würde hingegen kaum gesprochen. «Wir sind ein Premiumprodukt-Unternehmen und wollen auch an der Börse einen Premium-Preis haben.» Damals stand die Aktie noch bei 68’000 Franken.
Hinter der Zuger Kantonalbank folgt am Schweizer Aktienmarkt eine Reihe von Titeln im mittleren und tiefen vierstelligen Zahlenbereich: Hypothekarbank Lenzburg (4160 Franken), Schweizerische Nationalbank (3300 Franken), Givaudan (2700 Franken) oder Graubündner Kantonalbank (2150 Franken).
Dieser Artikel dient ausschliesslich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Meinungen und Einschätzungen beruhen auf sorgfältiger Recherche, können jedoch nicht die individuelle Prüfung und Beratung durch Fachleute ersetzen. Börsenentwicklungen sind von vielen Faktoren abhängig und nicht vorhersehbar. Investitionen in Aktien, Kryptowährungen und andere Finanzprodukte bergen Risiken, einschliesslich des möglichen Verlusts des eingesetzten Kapitals.
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