Ekel-Alarm in Alpen-Hotspot
Wanderer machen grusigen Fund – und entdecken Haufen voller Hundekot-Beutel

Braucht es bald eine Führerscheinprüfung für Berggänger? Wenn es nach Tausenden empörten Nutzern im Netz geht: Ja! An den Südtiroler Drei Zinnen sorgt ein neuer, ekliger Trend für Schock und Wut: Immer mehr Instagram-Wanderer verpacken zwar den Kot ihrer Hunde, lassen die Plastiksäckli dann aber trotzdem am Berg liegen.
Kommentieren
1/6
Hinter der Kapelle der Madonna della Croda in den Dolomiten stapeln sich die Hundekot-Beutel.
Foto: Instagram (@edorighini)

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Hundebesitzer hinterlassen Kot-Beutel auf den Drei Zinnen
  • Ein Influencer hat das Phänomen gefilmt
  • Das Video sorgt für Wirbel im Netz
Bernadette_Hogg_Journalistin Wirtschaftsdesk_Ringier Medien Schweiz_1.jpg
Bernadette HoggRedaktorin Wirtschaft

Hunde können nicht anders – sie müssen mal. Pflichtbewusste Hundehalter heben den Haufen auf, verpacken ihn ordentlich im Plastiksäckli und schmeissen ihn in den nächstgelegenen Mülleimer. So weit, so gut. Doch wie sieht es auf dem Berg aus, wo weit und breit keine Mülltonne steht? Erfahrene Alpinisten wissen: Man lässt absolut nichts in der Natur liegen. Bei einigen Hundebesitzern in den Dolomiten scheint diese Grundregel jedoch noch nicht angekommen zu sein.

Die Drei Zinnen in Südtirol bieten ein spektakuläres Bergpanorama. Als Fotomotiv ist das Unesco-Weltnaturerbe extrem begehrt – und lockt scharenweise Instagram-Wanderer aus aller Welt an. Doch einige dieser Besucher wissen offenbar nicht, wohin mit den Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner. Ihre Lösung: Sie lassen die vollen Plastiksäcke einfach hinter der historischen Kapelle Madonna della Croda stapeln.

«Sollte Zulassungstests für die Berge geben»

Edoardo Righini, Internet-Persönlichkeit und Podcaster, hielt den ekligen Anblick auf Video fest und teilte die Aufnahmen auf Instagram. Zu sehen: Ein wahrer Turm aus vollen Hundekotbeuteln. «Wie kommt man auf die Idee, seinen Hund hinter einer Kapelle kacken zu lassen und alles einfach liegen zu lassen? Warum?», fragt der Influencer entsetzt seine Follower. Sein radikaler Vorschlag: «Man sollte Zulassungstests für Leute einführen, die in die Berge gehen wollen.»

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.

Das Video ging viral und sammelte bereits über 479'000 Zuschauer und 1500 Kommentare. Die Netz-Community zeigt sich fassungslos. Niemand versteht, warum man den Kot zwar brav in ein Säckli packt, ihn dann aber erst recht als Plastikmüll in der Natur entsorgt. «Wenn du den Kot deines Hundes nicht ordnungsgemäss entsorgen kannst, lass ihn daheim! Die Berge sind kein Mülleimer», wetterte eine Userin.

Das Problem mit dem Instagram-Tourismus

Viele sehen die Schuld beim Boomen des Social-Media-Tourismus. «Wenn Ausflugstouristen in die Berge strömen statt Menschen, die die Natur wirklich lieben und respektieren, passiert genau das», kommentiert ein Nutzer. Ein anderer sorgt sich um die Zukunft: «Ich sehe immer mehr Müll – auf Parkplätzen, in Parks, entlang der Strasse. Wie viel schlimmer soll das noch werden?»

Righini ist nicht der Erste, dem dieser eklige Trend auffällt. Auch das Alpin-Portal Ultramontagna berichtete bereits darüber, dass Wanderer ihre Hundekotbeutel zwischen den Felsen der Drei Zinnen verstecken. Das Verhalten ist weit mehr als nur ein visuelles Ärgernis für andere Wanderer: Sowohl der Hundekot selbst als auch der verrottende Plastikmüll stellen eine ernsthafte Gefahr für die sensible Alpenflora und -fauna dar.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen