Für über 100 Millionen Franken
Basler Stararchitekten bauen Luxushotel in Luzern

Das Hotel Hermitage in Luzern wird für über 100 Millionen Franken umgebaut. Die Stararchitekten Herzog & de Meuron haben auf dem 20'000-Quadratmeter-Grundstück Grosses vor: 100 Zimmer, 36 neue Wohnungen und ein grosser Park direkt am Ufer des Vierwaldstättersees.
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So sieht das neue Hotel Hermitage der Basler Architekten Herzog & de Meuron aus.
Foto: Herzog & de Meuron

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Das Hotel Hermitage in Luzern wird für über 100 Millionen Franken modernisiert
  • Projekt umfasst 36 Wohnungen, 10 neue Zimmer und eine öffentliche Badeanlage
  • Bestehende Gebäude sind 35 bis 70 Jahre alt, Areal ist 20'000 Quadratmeter gross
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Patrik BergerRedaktor Wirtschaft

Was für eine Lage! Das 4-Sterne-Hotel Hermitage liegt am Stadtrand von Luzern direkt am Ufer des Vierwaldstättersees. Von den Zimmern aus hat man beste Sicht auf den See und in die Berge – das Doppelzimmer gibts ab 600 Franken pro Nacht. Doch Luzern ist ein hartes Pflaster für die gehobene Hotellerie. Die Konkurrenz ist gross. Und das Hotel Hermitage ist in die Jahre gekommen. Die Gebäude sind alle zwischen 35 und 70 Jahre alt.

Deshalb geht die Besitzerfamilie nun in die Offensive. Und richtet auf dem 20'000 Quadratmeter grossen Areal am See mit der grossen Kelle an. Die Basler Stararchitekten Jacques Herzog (75) und Pierre de Meuron (75) haben ein neues Projekt ausgearbeitet. Es soll nichts weniger als den Hotelbetrieb für künftige Generationen sichern, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Die Kosten betragen über 100 Millionen Franken.

Bis zu 100 Zimmer

Die Eckpunkte der neuen Hermitage: ein modernisiertes Hotel, neue Restaurants – und erstmals auch Wohnungen. Insgesamt sollen 36 Wohneinheiten entstehen. Gleichzeitig wächst das Hotel von heute 90 auf neu 100 Zimmer. Dafür werden bestehende Gebäude totalsaniert und aufgestockt. Wichtig für alle Einheimischen: Die historische Badeanlage bleibt öffentlich zugänglich.

Das neue Projekt ist das Resultat eines jahrelangen Streits. Nach Einsprachen – unter anderem von Naturschützern – wurde das ursprüngliche Konzept stark abgespeckt. Statt zwei grossen Gebäuden sind nun sechs kleinere Bauten geplant. Sie sollen besser in die Landschaft eingebettet sein. Herzstück ist eine grosse Parkanlage mit neuen Wegen und Liegewiesen. Parkplätze werden unter den Boden verlegt, um den Grünanteil zu erhöhen.

Zudem gehen die Betreiber auf Kuschelkurs mit den Nachbarn. Das Projekt nehme «Rücksicht auf die Interessen der Nachbarschaft», heisst es in der Mitteilung. Ziel sei «eine massvolle Verdichtung und Weiterentwicklung des bestehenden Geländes». 

«Wir denken in Generationen»

Das Traditionshotel ist seit über 70 Jahren in Familienbesitz. Für die Eigentümer ist klar: Es geht ums Überleben des Standorts. «Wir denken nicht in kurzfristigen Zyklen, sondern in Generationen», sagt Hermitage-Vertreter Patrick Döös. Man wolle den Betrieb weiterentwickeln und den Ort bewahren. Es geht aber auch ums Geld. «Entscheidend ist dabei auch, dass das Hotel wirtschaftlich tragfähig bleibt und sich langfristig aus eigener Kraft sichern kann», sagt er. 

Mit den Wohnungen soll das Hotel zudem weniger von den Launen des Tourismus abhängig sein. Bis die Bagger auffahren, dauert es aber noch. Derzeit läuft die Einsprachefrist. Danach wird die Planung verfeinert. Mit ersten Bauarbeiten rechnet die Betreiberfamilie frühestens 2030.

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