Darum gehts
- Bitcoin fällt unter 70'000 Dollar, 20 Prozent Verlust seit Januar 2026
- Michael Burry warnt vor «Todesspirale» durch weitere Bitcoin-Verluste
- Bitcoin seit Oktober 2025 um 45 Prozent gefallen, ETFs verkaufen Bestände
Der Bitcoin bröckelt gerade: Am Donnerstag ist er unter die Marke von 70'000 Dollar gefallen – und setzt damit den Abwärtstrend der letzten Zeit fort. Alleine in diesem Jahr hat die wichtigste Digitalwährung 20 Prozent verloren. Und gegenüber den Höchstständen im Oktober 2025 ist die Krypto-Leitwährung gar 45 Prozent im Minus.
Und jetzt teilt auch noch eine Wall-Street-Legende gegen den Bitcoin aus. Star-Investor Michael Burry (54) warnt in seinem neusten Beitrag für die Plattform Substack vor einer «Todesspirale». Burry argumentiert, dass weitere Kurseinbrüche bei der Kryptowährung eine Kettenreaktion auslösen könnten. Kommt es zu weiteren Verlusten, könnte das grosse Investoren und Schürfer zu Zwangsverkäufen drängen und so den Krypto-Markt kollabieren lassen.
«Todesspirale»-Aussage ist «sehr überspitzt»
Bekanntheit erlangte Michael Burry mit Wetten gegen den US-Immobilienmarkt vor der Finanzkrise 2008. Der Film «The Big Short» machte ihn dann weltberühmt. Schlägt Burry Alarm, sorgt das immer für grosses Aufsehen. Und von Kryptowährungen ist er kein Fan. Er hat sich schon mehrfach kritisch bis ablehnend geäussert. Gleichzeitig denkt Burry konsequent in Worst-Case-Szenarien, spitzt also bewusst zu.
Wie geht es den Schweizer Firmen? Was läuft an der Wall Street? Und wie entwickelt sich der Goldpreis? Wir halten dich über die neusten Entwicklungen an den Märkten auf dem Laufenden – hier im Liveticker.
Wie geht es den Schweizer Firmen? Was läuft an der Wall Street? Und wie entwickelt sich der Goldpreis? Wir halten dich über die neusten Entwicklungen an den Märkten auf dem Laufenden – hier im Liveticker.
Was ist also von Burrys Schwarzmalerei zu halten? «In der Sache weist er auf reale Verwundbarkeiten hin», sagt Kryptoexperte Rino Borini (52) zu Blick. Die «Todesspirale»-Aussage sei aber «sehr überspitzt». Die aktuellen Bitcoin-Verluste seien vielmehr «ein Stresstest für Erwartungen». Konkret: «Einige Anleger haben Bitcoin in den vergangenen Jahren zu schnell als fertiges Produkt betrachtet, als digitales Gold, das sich in jeder Krise stabil verhält. Dafür ist das Asset noch zu jung», so Borini.
Was den Bitcoin zurzeit belastet
Dem Bitcoin setzt zurzeit zu, dass sich das makroökonomische Umfeld verschlechtert hat. So haben sich letzte Woche durch die Zinspause der US-Notenbank die Hoffnungen auf weitere Zinssenkungen in den USA nicht erfüllt. Die Realzinsen bleiben hoch. Dazu gesellen sich geopolitische Unsicherheiten durch die Zollpolitik von Donald Trump (79) und die unsichere Lage im Iran. Die Folge: Die Anleger werden zurückhaltender, gehen aus hochvolatilen Anlagen wie Kryptos raus. «Wir sehen nach wie vor keinen klassischen Crash, sondern einen schleichenden Abbau von Bewertung und Risikoappetit», urteilt Borini.
Ein zusätzlicher Belastungsfaktor sind die Bitcoin-ETFs. Sie waren es, die im letzten Jahr die Kryptowährung zu neuen Höchstwerten trieben. Seit dem Jahreswechsel verzeichneten die Bitcoin-ETFs jedoch starke Nettoabflüsse. Die Fonds waren gezwungen, reale Bitcoin zu verkaufen.
Wie geht es also weiter? «Kurzfristig bleibt Bitcoin fragil. Nach mehreren Verlustmonaten ist die Korrektur wahrscheinlich noch nicht vollständig verarbeitet», sagt Borini. Heisst: Weitere Verluste sind durchaus realistisch. Für den Kryptoexperten ist das Aufwärtspotenzial aber weiterhin gross – unter Bedingungen. «Wenn Realzinsen fallen, die Geldpolitik weniger restriktiv wird und die ETF-Flüsse wieder drehen, kann Bitcoin relativ schnell in Richtung früherer Hochs zurücklaufen. Ein Niveau wie 150’000 Dollar wäre dann nicht ausgeschlossen», sagt Borini.
Dieser Artikel dient ausschliesslich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Meinungen und Einschätzungen beruhen auf sorgfältiger Recherche, können jedoch nicht die individuelle Prüfung und Beratung durch Fachleute ersetzen. Börsenentwicklungen sind von vielen Faktoren abhängig und nicht vorhersehbar. Investitionen in Aktien, Kryptowährungen und andere Finanzprodukte bergen Risiken, einschliesslich des möglichen Verlusts des eingesetzten Kapitals.
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