«Eine richtig coole Sache»
Schweiz-Tourismus-Boss wirbt für Immo-Plattform einer Kollegin

Martin Nydegger, Chef von Schweiz Tourismus, wirbt nebenbei für den Immo-Vermittler einer Bekannten. Ein reiner Freundschaftsdienst? Blick weiss, was es mit dem Post auf der Netzwerk-Plattform Linkedin auf sich hat.
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Mehrmals im Monat postet Schweiz-Tourismus-Chef Martin Nydegger Offizielles auf Linkedin.
Foto: Keystone

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Martin Nydegger wirbt privat für Genossenschaftswohnung-App «Gnossi Wohnig» in Zürich
  • Die Plattform zeigt verfügbare Wohnungen und geplante Bauvorhaben im Raum Zürich
  • Schweiz Tourismus verzeichnet erneut ein Rekordjahr
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Milena KälinRedaktorin Wirtschaft

Martin Nydegger (55), Chef der Vermarktungsorganisation Schweiz Tourismus, zeigt sich auf der Businessplattform Linkedin stets professionell: Er postet von Hotellerie-Events, offenen Stellen bei Tochterfirmen und seinen Interviews, auch mit dem Blick. Fast 15'000 Follower verfolgen sein Tun auf der Plattform.

Der neuste Post von Nydegger am Vortag der Jahresmedienkonferenz seiner Organisation überrascht deshalb umso mehr: Er preist die Immobilienplattform einer Freundin an, die er «persönlich richtig cool finde». Schliesslich sei es nicht einfach, in Zürich eine Wohnung zu finden. Die Plattform Gnossi Wohnig hat sich dabei auf die Wohnungssuche von Genossenschaftswohnungen spezialisiert.

Was hat das mit seiner touristischen Vermarktung zu tun?

Nydegger sagt: Reine Privatsache

Blick spricht den Chefvermarkter am Donnerstag am Rand der Medienkonferenz auf seinen Linkedin-Beitrag an. Handelt es sich um einen reinen Freundschaftsdienst oder steckt mehr dahinter? «Der Post war rein privat. Das hat nichts mit meiner Funktion bei Schweiz Tourismus zu tun», sagt Nydegger darauf. Hin und wieder nutze er die Plattform auch für Privates.

Der Schweiz-Tourismus-Boss ist zwar selbst nicht auf Wohnungssuche. Aber seine Bekannte habe die Plattform aus eigener Not heraus ins Leben gerufen. «Sie war auf Wohnungssuche und wollte gerne in der Stadt Zürich bleiben», so der CEO. Er kennt die Unternehmerin privat, da beide bei der Hilfsorganisation Kidz Planet tätig sind. Die Organisation sammelt Geld für eine Schule in Indien.

Im Gespräch mit Blick kommt Nydegger ins Schwärmen: «Sie hatte ein Problem und hat deshalb diese Lösung ins Leben gerufen, die App hat sie selber finanziert und gebaut. Deshalb wollte ich das unbedingt teilen.»

Einerseits bietet die Immo-App eine Übersicht über alle Genossenschaftswohnungen, die im Kanton Zürich verfügbar sind. Andererseits zeigt diese auch Bauvorhaben. So können Personen früh erkennen, ob in ihrer Region neue Genossenschaftswohnungen geplant sind. Wer Details zu den freien Wohnungen und Häusern sehen will, muss ein kostenpflichtiges Abo abschliessen.

So oder so – Nydegger geniesst gerade grosse Aufmerksamkeit. Dank seiner Vermarktungsorganisation konnte die Schweiz im 2025 einen neuerlichen Rekord aufweisen. Die Schweizer Hotellerie hat im letzten Jahr mit insgesamt 43,9 Millionen Logiernächten den höchsten je gemessene Wert erreicht.

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