Seit nunmehr 42 Jahren beliefert der Traditionsbetrieb Horai Läden, Restaurants, Kantinen, Hotels und Kitas im Kanton Bern mit Bio-Produkten aus lokaler Produktion. Jetzt ist Schluss: Horai ist pleite, wie die «Berner Zeitung» berichtet. Alle 18 Angestellten verlieren ihre Stelle.
Wie es mit den betroffenen Mitarbeitenden weitergeht, sei noch offen, sagt Verwaltungsratspräsident Kaspar Ramseier zur Zeitung. Für die Lagermitarbeitenden, Büroangestellten und Chauffeure sei es «ein einschneidender Schlag». Trotz Konkursanmeldung: Die Löhne sollten noch bis Ende April gesichert sein, so Ramseier.
Ein Grund für den Konkurs seien sinkende Umsätze bei den belieferten Bio-Fachläden und Restaurants. Dies führte zu geringeren Bestellmengen.
Discounter verdrängen kleine Betriebe
Auch führte laut Ramseier der zunehmende Wettbewerb im Bio-Markt durch Eintritte von Discountern wie Aldi oder Lidl zum Ende. Durch die günstigeren Bio-Produkte sowie eine generell gesunkene Kaufkraft und höhere Preissensibilität der Konsumenten geriet Horai zunehmend unter Druck. Die Fixkosten des Unternehmens hätten letztlich nicht mehr gedeckt werden können, hiess es.
Horai belieferte nach eigenen Angaben rund 150 Betriebe. Das 1984 gegründete Unternehmen galt als Pionier der Bio-Szene und war im Besitz von Produzenten, Lieferanten, Kunden und Mitarbeitern. Es verfolgte strenge ökologische Prinzipien, wie etwa die Beschränkung der täglichen Lieferdistanzen auf maximal 100 Kilometer.