Darum gehts
- Lufthansa-Piloten streiken ab 13. April zwei Tage in Deutschland
- Swiss-Flüge bleiben unbetroffen, Nahost-Destinationen sind vom Streik ausgenommen
- Es ist bereits der vierte Arbeitskampf bei der Lufthansa in wenigen Wochen
Was ist denn bei der Lufthansa los? Am Freitag streikte das Kabinenpersonal – und legte in Deutschland den Flugverkehr teilweise lahm. Die Swiss sprang mit grösseren Flugzeugen ein. Nun legen die Lufthansa-Piloten an den nächsten beiden Tagen die Arbeit nieder. Der Streik soll von Montag 0.01 Uhr bis Dienstag 23.59 Uhr dauern, wie die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) mitteilte.
Der Grund für den Streik sind festgefahrene Verhandlungen über die betriebliche Altersversorgung und die Vergütung. «Die Vereinigung Cockpit sieht sich zu diesem Schritt gezwungen, nachdem die Arbeitgeberseite in mehreren Tarifkonflikten keinen erkennbaren Willen zu einer Lösung zeigt», so VC-Präsident Andreas Pinheiro in einer Medienmitteilung. Bisher seien «ernstzunehmende Angebote» und eine «erkennbare Gesprächsbereitschaft» seitens Lufthansa ausgeblieben.
Swiss vom Streik nicht betroffen
Vom Streik betroffen sind Flüge der Lufthansa, Lufthansa Cityline und Lufthansa Cargo. Wie viele und welche Flugverbindungen ausfallen, ist derzeit noch offen. Wegen des Iran-Kriegs sind aber Flüge zu Destinationen im Nahen Osten und in angrenzenden Ländern vom Streik ausgenommen. Konkret gilt die Ausnahme für Aserbaidschan, Ägypten, Bahrain, Irak, Israel, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate.
Das Flugprogramm der Swiss ist von der geplanten Arbeitsniederlegung bei ihrer Mutter nicht tangiert, wie die Schweizer Airline auf ihrer Website schreibt. Trotzdem empfiehlt sie Reisenden, sich regelmässig über den aktuellen Status des Fluges zu informieren, bevor man zum Flughafen fährt.
Es ist der vierte Lufthansa-Streik innerhalb weniger Wochen. Entsprechend genervt ist man bei der Fluggesellschaft mit Sitz in Köln (D). Es handle sich um eine «völlig neue Stufe der Eskalation», sagte eine Lufthansa-Sprecherin gegenüber deutschen Medien. Die Forderung der Piloten «nach Verdopplung einer ohnehin schon überdurchschnittlichen und exzellenten betrieblichen Altersvorsorge ist absurd und unerfüllbar».