Ab Basel und Zürich
Wegen Russland-Verbindungen verbannt – türkische Airline fliegt wieder in die Schweiz

Vor zwei Jahren verbannten die EU und die Schweiz die türkische Southwind Airlines aus ihrem Luftraum. Den Ausschlag gaben undurchsichtige Verbindungen ins sanktionierte Russland. Jetzt will der neue Eigentümer ein grosses Comeback starten.
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Zurück am europäischen Himmel: Auf Instagram kündigt Southwind das Comeback an.
Foto: Screenshot Instagram

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Nach einem Flugverbot für die EU und die Schweiz kehrt türkische Southwind Airlines zurück
  • Der Grund ist ein Eigentümerwechsel
  • Ab Sommer 2026 sind wieder zahlreiche Ziele in Europa geplant – auch in Deutschland und der Schweiz
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Nathalie BennRedaktorin Wirtschaft

Der Flughafen Zürich verzeichnet auf den Sommerflugplan hin mehrere Zuzüge: Nach über vier Jahrzehnten kehrt die Kuwait Airways nach Zürich zurück – mit Passagierflügen ab Juni, wie die Flughafen-Betreiberin am Freitag verkündet. Mit Norwegian erhält der grösste Schweizer Airport auch Zuwachs aus Skandinavien. Gleichzeitig plant mit der Southwind Airlines eine vor kurzem noch gebannte Fluggesellschaft ein Schweiz-Comeback, wie zuerst das Flugportal «Aerotelegraph» berichtet hat.

Kaum gegründet, waren die Ferienflieger der türkischen Airline auch schon wieder weg – zumindest im europäischen Luftraum. Vor zwei Jahren belegten die Schweiz und die EU die 2022 gegründete Fluggesellschaft mit einem sofortigen Flugverbot. Damit war sie vollständig vom europäischen Markt abgeschnitten. Bis jetzt: Unter einem neuen Eigentümer wagt die Airline die grosse Rückkehr – auch in der Schweiz.

Nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine hatte die finnische Luftfahrtbehörde Traficom die Eigentumsverhältnisse der Fluggesellschaft genauer unter die Lupe genommen. Und kam im März 2024 zum Schluss: «Die Airline und ihre Kontrolle sind mit russischen Akteuren verbunden.» Eigentlich galt Southwind aber offiziell als türkische Airline. Weil die eigentlichen Besitzer aber Russen waren, hat der Ferienflieger den Sanktionen der EU gegen Russland widersprochen. Die Folge: Starts, Landungen und Überflüge im europäischen Luftraum waren ab sofort tabu.

Neustart mit türkischem Eigentümer

Ende 2024 übernahm der türkische Unternehmer Süleyman Kilit die Fluggesellschaft. Kilit ist Inhaber der Kilit Group, ein grosser Player der türkischen Reisebranche, der sich auf die Luxushotellerie spezialisiert hat. Die letzten Anteile von Southwind werden spätestens bis zum 26. März an den «König der Hotels», wie der Unternehmer auch genannt wird, übertragen.

Unter Kilit will die Airline nun schrittweise wieder Strecken in ganz Europa auf ihr Programm nehmen. Auch die Flughäfen in Basel und Zürich will Southwind ab Sommer 2026 bedienen. Der Euroairport als Destination ist neu: Vor ihrer Sanktionierung flog die Airline nur nach Zürich. Auffällig: Auf der Website des Flughafens Zürich ist Southwind Airlines nicht als Fluggesellschaft gelistet. Und: Auch zahlreiche Strecken nach Russland behält die Fluggesellschaft im Programm.

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