Darum gehts
- Eine Kaltfront bringt Mittwoch Gewitter und Temperatursturz in der Schweiz
- In Interlaken BE und Landquart GR fallen Temperaturen um bis zu 14 Grad
- Höchstwerte pendeln sich ab Donnerstag bei 17 bis 22 Grad ein
In der Stadt Bern entlädt sich der Himmel am Dienstag gegen 21 Uhr mit einem spektakulären Blitzgewitter, wie Aufnahmen eines Blick-Lesers zeigen. Im Abstand von Sekunden jagt ein Blitz nach dem anderen über den Nachthimmel. «Ist toll, so viele Blitze zu sehen», findet der Leserreporter.
In Alberswil LU ist gar ein ganzer Baum auf die Strasse umgestürzt, wie die Aufnahme eines Blick-Lesers zeigt. «Beim Autofahren haben mir die starken Winde schon Angst eingejagt», schildert der Leser gegenüber Blick. «Meine Frau meinte zu mir, dass es schon lange nicht mehr solche Winde hier gegeben hat», so der Leser. Erst vergangene Woche sei die Region von Hagel überzogen worden und nun sei der enorme Sturm erschreckend, meint er.
In Reitnau AG sorgten die Blitze gar dafür, dass der Nachthimmel plötzlich wie taghell erschien. «Ja, es wurde so verrückt. Wir hatten so einen schönen Ausblick übers Moos – mitten in der Nacht», meint der Blick-Leser, der den spektakulären Moment eingefangen hat. «Es war wie ein ständiges Wetterleuchten, kam vom Westen, dann regnete es fünf Minuten wie aus Kübeln und zog Richtung Ostschweiz» beschreibt er.
Gewitterwarnungen in grossen Teilen des Landes
Der Bund hatte in grossen Teilen der Schweiz Gewitterwarnungen herausgegeben. In den Regionen Langenthal, Solothurn-Rothrist und Burgdorf-Limpachtal galt Gefahrenstufe 4. Im Mittelland, der Westschweiz und Teilen der Ostschweiz erhebliche Gewittergefahr der Stufe 3.
Eine Kaltfront aus Frankreich beendet in dieser Woche wohl den Hitzesommer. Das kündigte Klaus Marquardt von Meteo News bereits am Wochenende an. Der Blick auf die Prognose für die nächsten Tage verrät: Es wird einen massiven Temperatursturz geben. Und: Es wird vielerorts richtig ungemütlich.
Wo der Gewitterschwerpunkt am Mittwoch liegt
Am Mittwoch krachen die Temperaturen im Vergleich zum Vortag dann so richtig runter: 12 Grad weniger in Aarau, 13 Grad weniger in Bern und sogar 14 Grad weniger in Interlaken BE und Landquart GR, prognostiziert Meteo News. Immerhin: Morgens bleiben die Temperaturen zweistellig und liegen vielerorts bei um die 15 Grad.
Der Gewitterschwerpunkt liegt am Mittwoch laut Meteo Schweiz in den Voralpen und östlichen Alpen. Ein Blick auf das Regenradar verrät: Schon am frühen Morgen erwischt es die Westschweiz. Gegen 10.30 Uhr zieht ein Niederschlagsband von Sitten VS über Thun BE und Luzern bis hoch nach Zürich und Frauenfeld TG, um anschliessend gegen Mittag Glarus und St. Moritz GR nass zu regnen.
Die darauffolgenden Tage präsentieren sich wieder etwas weniger nass. Schauer sind dann noch in den östlichen Alpen, am Alpennordhang und in den Bergen möglich. Die Höchsttemperaturen pendeln sich zwischen 17 und 22 Grad ein.
Anfang der kommenden Woche liegen die Temperaturen vielerorts wieder bei etwas über 25 Grad. Dazu scheint die Sonne. Ob es das Thermometer nochmals über 30 Grad schafft? Abwarten – und am Mittwoch Tee gegen die Herbsttemperaturen trinken.