Videos zeigen den Schneefall vom Dienstagmorgen
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Mitten im Mai:Videos zeigen den Schneefall vom Dienstagmorgen

Bodenfrost kommt im Mai nur noch selten vor
«Die Eisheiligen sind ein Mythos»

Die Eisheiligen bringen dieses Jahr Schnee bis auf 600 Meter, etwa im Muotatal. Meteorologe Roger Perret von Meteo News erklärt jedoch: Der Frost-Mythos hält statistisch nicht stand.
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In Oberegg AI hat es am Dienstagmorgen geschneit.
Foto: Blick-Leserreporter

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Kaltfront bringt Schnee auf bis 600 Meter in Teilen der Schweiz
  • Eisheilige sind laut Experte Roger Perret ein Mythos ohne statistische Basis
  • 1969: Am 13. Mai in Basel rekordverdächtige 31,6 Grad gemessen
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Marian NadlerRedaktor News

Eine zarte Schneedecke bedeckt die Hausdächer in Oberegg AI, auch in der Stadt St. Gallen und im Kanton Schwyz kamen Flocken herunter, wie Leserbilder am Dienstagmorgen zeigen. 

Die Eisheiligen haben in der Nacht zu Dienstag eine Kaltfront in die Schweiz gebracht. Traditionell gelten die Tage zwischen dem 11. und 15. Mai als Tage, an denen es im Mai nochmals abkühlt. «Die Schneefallgrenze liegt aktuell vielerorts unter 1000 Meter, lokal auch mal bei 600 Metern, etwa im Muotatal», sagt Roger Perret von Meteo News zu Blick. «Das ist für die Jahreszeit relativ tief.»

Eisheilige 1969: Mehr als 30 Grad in Basel gemessen

Gleichzeitig erklärt der Wetterexperte aber auch: Statistisch lässt sich die bekannte Bauernregel nicht belegen. Im Frühling tobe meist «ein Kampf zwischen warm und kalt», auch schon im April. «Die Wahrscheinlichkeit für Frost nimmt im Mai ab», sagt der Meteorologe.

Dass Mitte Mai oftmals keine erhöhte Frostgefahr besteht, zeigen auch die Daten des Bundesamts für Meteorologie und Klimatologie (Meteo Schweiz). Am Beispiel der Messstation in Payerne VD zeigt die Behörde auf, dass Bodenfrost in der Schweiz nur bis Ende April regelmässig auftritt. Perrets Fazit: «Die Eisheiligen sind ein Mythos. In den vergangenen Jahren ist Bodenfrost in dieser Zeit wie allgemein im Mai immer weniger häufig aufgetreten.»

Das völlige Gegenteil der Eisheiligen erlebte die Schweiz im Jahre 1969. Am Servatiustag (13. Mai) wurden in Basel 31,6 Grad gemessen, schreibt SRF Meteo.

Wie sicher sind meine Pflanzen?

Statistisch signifikanter ist dagegen die Schafskälte im Juni, wie Perret betont. Dabei handelt es sich um einen typischen Wetterumschwung in Mitteleuropa, der vornehmlich zwischen dem 4. und 20. Juni auftritt und kalte, feuchte Polarluft bringt. «Dann kann die Schneefallgrenze noch mal auf 1500 Meter oder auch mal etwas tiefer absinken», erläutert Perret. Bedeutet: Die Eisheiligen sind kein fester Garant für frostfreies Wetter.

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Je nach Jahr und Höhenlage kann sich auch nach den Eisheiligen noch Raureif auf Pflanzen breitmachen. Deine Pflanzen solltest du also lieber noch ein wenig drin behalten oder abdecken, wenn die Temperaturen fallen. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, solltest du auch die Aussaat von nicht winterharten Pflanzen wie Tomaten, Gurken und Kürbissen auf nach dem 15. Mai verschieben.

Wärmer wird es übrigens ab kommender Woche wieder, wie der Blick auf die Prognose verrät. Meteo News prognostiziert für Montag teils 16 Grad, Mittwoch könnte die 20-Grad-Marke geknackt werden.

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