Darum gehts
- Kälte und Regen kehren in die Schweiz zurück, Temperaturen fallen drastisch
- Schneefallgrenze sinkt auf 1000 Meter, bis 30 cm Neuschnee möglich
- Temperaturen ab Freitag unter 10 Grad, ungewöhnlich für Mitte Mai
Cocktails am Seeufer bei milden 25 Grad und Sonnenschein. Damit ist es in der Schweiz vorläufig vorbei. Nach mehreren warmen Tagen, die bereits die Lust auf den kommenden Sommer anheizten, kehrt in dieser Woche die kalte und nasse Realität zurück in die Schweiz.
Passend zu den Eisheiligen kühlt es im ganzen Land ab. Am Montag fallen die Temperaturen um etwa 10 Grad. Am Montag ist der Regenschirm dringend zu empfehlen. Den ganzen Tag hindurch ist mit Regenschauern zu rechnen. An manchen Orten, etwa im Wallis oder im Tessin, ist zudem mit Gewittern zu rechnen.
Im Laufe der Woche wird es ausserdem eher kälter als wärmer. «Am Montag steht das Thermometer auf etwa 15 Grad, am Dienstag wird es noch etwas kühler», erklärt Klaus Marquardt von Meteonews. «Ab Freitag sind dann noch knapp über 10 Grad möglich, was für die Jahreszeit eher ungewöhnlich ist.»
Schnee in höheren Lagen
Bringen die tiefen Temperaturen nun sogar den Winter zurück in die Schweiz? Aktuell ist die Schneefallgrenze noch auf etwa 2000 Metern. Die kommende Kaltfront wird sie aber rasant absenken. «In der Nacht von Montag auf Dienstag wird die Schneefallgrenze auf etwa 1000 Meter sinken», meint der Meteorologe.
In Hochlagen, am Alpennordhang zum Beispiel, ist Neuschnee von bis zu 30 Zentimetern möglich. «Dann ist das Pulver aber auch schon wieder verschossen.» Am Dienstag und Mittwoch wird es nämlich wieder trocken. Erst am Freitag sinkt die Schneefallgrenze voraussichtlich wieder auf um die 1000 Meter. Bodenfrost hingegen sei die ganze Woche durch möglich und eine deutlich grössere Gefahr als Schnee, meint der Experte.
Eisheilige am Werk?
Während am Dienstag und Mittwoch trotz der niedrigen Temperaturen wieder etwas Sonne möglich ist, kommen gegen Ende der Woche Wolken und Regen wieder zurück in die Schweiz. Die Eisheiligen machen ihrem Namen also mal wieder alle Ehre.
Mit den Eisheiligen sind die fünf katholischen Heiligen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia gemeint, erklärt der Deutsche Wetterdienst. Sie haben zwischen dem 11. und 15. Mai ihren Namenstag. Wenn es im Mai nach den ersten Frühlingstagen wieder kalt wird, wurde das in der Vergangenheit häufig diesen Heiligen in die Schuhe geschoben. Laut mehreren alten Bauernregeln sollen sich in diesem Zeitraum späte Frostnächte häufen.