Fixstarter? Von wegen
Diese Schweizer Asse zittern um das Olympia-Ticket

Auch ausserhalb der alpinen Ski-Szene tobt im Schweizer Wintersport ein brutaler (Konkurrenz-)Kampf vor Olympia. Eine Auswahl von Namen, auf die nun bange Tage warten.
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Muswama Kambundji (hinten) muss darauf hoffen, als Ersatz für Olympia aufgeboten zu werden.
Foto: imago/Eibner

Muswama Kambundji, Bob

Als Anschieberin von Inola Blatty platzte Kambundjis Olympia-Traum auf schmerzhafte Weise. Im letzten Weltcup-Rennen in Altenberg stürzte der Schlitten nach einem Fahrfehler heftig. Der dritte Schweizer Olympia-Startplatz war damit futsch. Nun muss die 30-Jährige darauf hoffen, von Swiss Olympic als Ersatz-Anschieberin aufgeboten zu werden. Für einen Einsatz müsste sich allerdings eine Stammkraft verletzen.

Timo Rohner, Bob

Der Zuger lieferte beim Weltcup-Finale ab und sorgte mit seinen Leistungen dafür, dass die Schweiz einen dritten Olympia-Startplatz holte. Trotzdem ist Rohner noch nicht sicher mit dabei in Italien. Seine Einzelresultate reichen nicht für eine automatische Selektion, er ist auf Goodwill angewiesen. Rohners Vorteil: Für den dritten Startplatz drängt sich kein weiteres Team auf.

Simon Ammann, Skispringen

Das Warten geht weiter. Am Freitag nach dem ersten Wettkampftag an der Skiflug-WM soll endlich entschieden werden. Im Duell mit dem 19-jährigen Felix Trunz spricht für Ammann seine etwas bessere Leistung über die ganze Saison hinweg. Schafft es der Toggenburger tatsächlich nach Italien, wären es seine achten Olympischen Spiele. Damit würde er mit den Rekordhaltern Pechstein und Kasai gleichziehen.

Pascal Müller, Nordische Kombination

Der Glarner befindet sich in der schwierigsten Phase seiner Karriere. Nach einem soliden Saisonstart hat er zunehmend das Vertrauen in seine Sprünge verloren. Dabei wurde er noch vor anderthalb Jahren als bester Skispringer des Sommers ausgezeichnet. Sicherlich nicht förderlich war die zweite Knieoperation vor der Olympia-Saison. Auch deshalb verpasste er die Selektionskriterien knapp. Nun bleibt ihm nur noch die Hoffnung, dass seine früheren Spitzenresultate beim Auswahlverfahren berücksichtigt werden.

Jonas Lenherr, Skicross

Sein grösstes Problem ist die Gesundheit. Anfang 2024 stand er auf der Reiteralm noch auf dem Podest. Kurz darauf begann eine lange Leidenszeit. Nach einer schweren Verletzung drohte er sogar, seinen Fuss zu verlieren. Zum Saisonauftakt erreichte Lenherr Rang 19. Danach musste er erneut pausieren. Nun braucht er bei den Heimrennen in Veysonnaz ein Spitzenresultat. Denn drei der vier Schweizer Tickets sind so gut wie sicher an Alex Fiva, Tobias Baur und Ryan Regez vergeben.

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