«Will nochmals alles geben»
Wawrinka kehrt für Abschiedstournee nach Genf zurück

Diese Woche wird Stan Wawrinka zum letzten Mal am Geneva Open teilnehmen. Der Waadtländer sprach im Vorfeld des Turniers am Ende des Genfersees über seine Liebe zum Schweizer Publikum.
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Stan Wawrinka tritt am Samstag vor dem Auftakt am ATP-Turnier in Genf vor die Presse.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

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  • Stan Wawrinka startet Abschiedstournee bei Geneva Open im Parc des Eaux-Vives
  • Wawrinka gewann das Turnier 2016 und 2017 zweimal und will nochmals alles geben
  • Auftakt in Genf gegen Alejandro Tabilo am Montag
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Matthias Davet

Die Luftlinie zwischen Saint-Barthélémy VD und Genf beträgt etwa 60 Kilometer. Stan Wawrinka (41) bräuchte von seinem Heimatdorf aus – ohne Stau – nur eine Stunde mit dem Auto, um den Parc des Eaux-Vives zu erreichen, wo am Samstag das ATP-Turnier von Genf startete.

Wawrinka sagt am Samstag am Medientag gleich zu Beginn: «Ich freue mich sehr, nach Genf und nach Hause zurückzukehren und das Schweizer Publikum wiederzusehen. In meinem letzten Jahr ist es mir wichtig, die Turniere in der Schweiz zu spielen.» Nach Genf wird Wawrinka auch in Gstaad (11. bis 17. Juli) und Basel (24. Oktober bis 1. November) antreten.

Der Waadtländer schätzt dabei die Schweizer Vielfalt. Für ihn spielt es keine Rolle, ob an den Turnieren Deutsch oder Französisch gesprochen wird. «Ich sehe keinen Unterschied zwischen der Westschweiz und der Deutschschweiz», präzisiert er. «Für mich sind es immer die gleichen Emotionen, wenn ich in unserem Land auf einen Platz gehe. Es ist eine Ehre, hier spielen zu dürfen», ergänzt Wawrinka.

Zweimaliger Sieger in Genf

Den Sandplatz in Eaux-Vives kennt Wawrinka bestens. Im Laufe seiner Karriere hat er das Turnier in Genf zweimal gewonnen, nämlich 2016 und 2017. Insgesamt nahm er zwischen 2015 und 2019 fünfmal am Turnier am Genfersee teil – bevor er danach nie mehr dort antrat. «Ich wollte immer das Beste aus mir herausholen und meine Grenzen überwinden. Daher musste ich in der Vergangenheit Entscheidungen treffen», antwortet Wawrinka auf die Frage, wieso er so lange nicht mehr am Genfer Turnier teilgenommen hat.

Auf seiner Abschiedstournee ist er am Geneva Open wieder dabei, obwohl er vor rund zehn Tagen seine Partie der zweiten Qualifikationsrunde für das ATP-Masters in Rom absagte. Am Samstagmorgen trainierte Stan Wawrinka mit einem Verband am rechten Arm vor mehreren Fans, die sich ein Selfie und Autogramm des dreifachen Grand-Slam-Siegers ergattern wollten. «Ich merke mein Alter und die Belastung», witzelt der 41-Jährige. «Aber körperlich geht es mir gut. Seit einigen Tagen kann ich wieder normal trainieren», verrät Wawrinka.

«Partien in der Schweiz werden schwierig»

Auch wenn er sich nicht in Bestform befindet, weiss «Stan the man», dass seine besten Jahre hinter ihm liegen. Mit mehr Niederlagen (10) als Siegen (6) im Jahr 2026 ist seine Abschiedstournee vielleicht viel kürzer, als er sich vorgestellt hat: «Die Partien in der Schweiz werden schwierig. Ich konnte während meiner Karriere immer auf das Publikum zählen. Es ist mir wichtig, nochmals alles zu geben.»

Wenn Wawrinka den Platz betritt, denkt er noch nicht an den Abschied. «Ich will gewinnen und mich weiter verbessern», betont er. «Ich spiele in diesem Jahr auf einem für mich akzeptablen Niveau. Mein Siegeswille ist immer noch da. Ich bin nicht da, um einfach nur mitzuspielen.»

Seine Abschiedstournee in der Schweiz startet Wawrinka am Montag mit der Partie gegen Alejandro Tabilo aus Chile im Parc des Eaux-Vives in Genf. Er hofft natürlich, dass das Turnier am Genfersee für ihn nicht allzu schnell zu Ende sein wird. Und auch das Publikum möchte «Stan the man» noch so lange wie möglich sehen.

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