Darum gehts
- Djokovic unterliegt Fonseca in fünf Sätzen
- De Minaur als siebter Top-10-Spieler draussen
- Swiatek, Switolina und Andrejewa ohne Probleme weiter
Fonesca wirft Djokovic raus
Die nächste Überraschung an den French Open ist perfekt. Novak Djokovic (39, ATP 4) muss in der 3. Runde die Segel streichen. Der Serbe unterliegt dem brasilianischen Supertalent Joao Fonseca (19, ATP 30) nach einer 2:0-Satzführung 6:4, 6:4, 3:6, 5:7, 5:7. Nach fast fünf Stunden verwertet Fonseca seinen ersten Matchball – und kann seinen Triumph kaum fassen.
Der 19-Jährige ist nach diesem Kraftakt sichtlich bewegt. «Ich habe nicht daran geglaubt», sagt er im On-Court-Interview. «Ich habe einfach gespielt und Spass daran gehabt, hier auf dem Platz zu stehen.» Er dankt den Fans für die Unterstützung, vor allem jenen, die aus Brasilien angereist sind. Doch der grösste Dank gilt einer anderen Person: «Happy Birthday, Mama. Ich danke dir für alles.»
Djokovic seinerseits gibt nicht nur eine 2:0-Satzführung aus der Hand, sondern auch eine Break-Führung im fünften Satz. Diese gibt er aber umgehend wieder ab. Zwischenzeitlich hadert der Rekord-Grand-Slam-Sieger mit seinem Spiel, schimpft auch mal in Richtung seiner Box. Es ist das erste Mal seit 2009, dass Djokovic den Einzug in den Achtelfinal verpasst.
Auch De Minuar scheitert
Nach Djokovic, Taylor Fritz, Daniil Medwedew, Jannik Sinner, Ben Shelton und Alexander Bublik fliegt mit Alex De Minaur (27, ATP 7) der siebte Top-10-Spieler bereits vor dem Achtelfinal raus. Der Australier gewinnt den Startsatz gegen den Tschechen Jakub Mensik (20, ATP 27) zwar glatt mit 6:0, danach verliert er aber die Kontrolle über das Spiel. Am Ende lautet die Niederlage 6:0, 2:6, 2:6, 3:6.
Damit sind von den zehn besten Spielern der Welt nur noch Alexander Zverev (29, ATP 3), der noch am Freitagabend im Einsatz steht und um den Einzug in den Achtelfinal spielt, und Félix Auger-Aliassime (25, ATP 6) im Turnier dabei. Die Weltnummer 2 Carlos Alcaraz musste die French Open verletzungsbedingt auslassen.
Swiatek ohne Probleme
Anders sieht das Ganze bei den Frauen aus. Da stehen mit Iga Swiatek (WTA 3, 6:4, 6:4 gegen Linette), Elina Switolina (WTA 7, 6:2, 6:3 gegen Korpatsch) und Mirra Andrejewa (WTA 8, 6:4, 6:2 gegen Bouzkova) drei Top-10-Spielerinnen im Achtelfinal, vier weitere könnten am Samstag folgen. Bisher ausgeschieden sind Elena Rybakina (WTA 2), Jessica Pegula (WTA 5) und Karolina Muchova (WTA 10), die gegen Jil Teichmann den Kürzeren zog.