Nach starker Aufholjagd
Teichmann gelingt French-Open-Sensation gegen Weltnummer 10

Jil Teichmann steht an den French Open im Achtelfinal. Die Bielerin bezwingt mit Karolina Muchova eine ehemalige Paris-Finalistin in zwei Sätzen. Zuvor scheiterte Viktorija Golubic in der dritten Runde an Marta Kostyuk – so spät wie noch nie in Paris.
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Jil Teichmann steht zum zweiten Mal nach 2022 im Achtelfinal der French Open.
Foto: Claude Diderich/freshfocus

Das Schweizer Tennis darf sich an einer grossen Sensation an den French Open erfreuen: Jil Teichmann schlägt die Weltnummer 10 Karolina Muchova mit 6:1, 7:5. Damit steht sie zum zweiten Mal nach 2022 in einem Grand-Slam-Achtelfinal – auch damals gelang ihr das in Paris.

Der erste Satz dauert nur gerade 31 Minuten. Und in denen lässt die Seeländerin der Tschechin, die 2023 im Final der French Open stand, keine Chance. Vor allem bei eigenem Aufschlag lässt Teichmann ihrer Kontrahentin nur gerade vier Punkte.

Im zweiten Durchgang wird Teichmann etwas fehleranfälliger und lässt Chancen liegen. Das nutzt Muchova, um mit Doppelbreak auf 5:1 davonzuziehen. Die Schweizerin holt sich direkt ein Break zurück, dann muss sich die Tschechin behandeln lassen. Eine Blase am Fuss macht ihr Probleme, danach geht bei ihr nichts mehr. Teichmann holt fünf Games in Folge und das Match gewinnt.

«Es waren viele Emotionen dabei, es war ein wichtiges Spiel für mich», sagt die Siegerin im Platzinterview mit der Ex-Spielerin Caroline Garcia. Was ihr vor allem geholfen habe: «Ich will meinen Fans danke sagen. Viele sind heute aus der Schweiz angereist, ein paar sogar aus Argentinien.»

Golubic scheitert an Weltnummer 15

Vorbei ist das Turnier dagegen für Viktorija Golubic. Auch wenn die Zürcherin fast 70 Weltranglistenplätze von ihrer Gegnerin Marta Kostyuk (WTA 15) trennen – die Zürcherin versteckt sich in ihrer Drittrundenpartie zu Beginn nicht. Gleich zweimal nimmt sie der fehleranfälligen Ukrainerin den Aufschlag ab und hält den ersten Satz so lange ausgeglichen.

Bis zum letzten Game: Da lässt sich Golubic zum 4:6 breaken – die Entscheidung in diesem Startdurchgang. Und danach ist Kostyuk in ihrem Element. Gleich zu Beginn des zweiten Satzes schafft sie ihren vierten Servicedurchbruch der Partie und bleibt anschliessend bei eigenem Service makellos. Nach rund 100 Minuten verwandelt sie schliesslich ihren ersten Matchball zum 6:4, 6:3 und zum Achtelfinaleinzug.

Golubic auf der anderen Seite dürfte die Anlage von Roland Garros trotz Niederlage mit erhobenem Haupt verlassen: Noch nie zuvor hat die 33-Jährige in Paris die dritte Runde erreicht, an einem Grand-Slam-Turnier ist sie überhaupt erst einmal weiter gekommen. Mit Belinda Bencic und Jil Teichmann verbleiben damit noch zwei Schweizerinnen im Frauen-Turnier.

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