«Ich bin nicht mehr ich selbst»
Djokovic hadert mit Final-Pleite – und zweifelt an Zukunft

Novak Djokovic verpasst an den Australian Open seinen 25. Grand-Slam-Titel. Die Niederlage gegen Carlos Alcaraz nagt stark am Serben. War es seine letzte Chance auf sein grosses letztes Ziel?
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Enttäuschung pur bei Novak Djokovic nach seiner Final-Niederlage an den Australian Open.
Foto: Getty Images

Darum gehts

  • Novak Djokovic (38) hadert mit Niederlage im Australian-Open-Final
  • Zehnfacher Melbourne-Champion gibt Spiel nach Top-Star aus der Hand
  • Djokovic teilt Grand-Slam-Rekord mit Margaret Court (24 Titel)
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Cédric HeebRedaktor Sport

Die Enttäuschung steht Novak Djokovic (38) ins Gesicht geschrieben, als er nach dem Australian-Open-Final an der Pressekonferenz Platz nimmt. Der Serbe verpasst in seinem ersten Grand-Slam-Endspiel seit Wimbledon 2024 seinen langersehnten 25. Titel.

«Es ist gerade sehr bitter», sagt er nach der Viersatz-Niederlage gegen Carlos Alcaraz (22, ATP 1). Zwar sei er sehr stolz auf das, was er in den letzten zwei Wochen gezeigt hat, doch den Final so aus der Hand zu geben, schmerze ihn. «Der erste Satz war einer der besten, den ich in den letzten zwei Jahren gespielt habe», meint Djokovic. Dann habe das Spiel eine drastische Wende erlebt – warum, könne er sich nicht genau erklären.

«Ich bin nicht mehr ich selbst»

Er habe plötzlich Fehler gemacht, beim Aufschlag geschwächelt und etwas mehr Druck verspürt. «Es irritiert mich, dass mir das in den letzten zwei Jahren immer wieder passiert: Plötzlich ändert sich mein Spiel.» Er sei in einem perfekten Zustand gewesen, alles sei wie am Schnürchen gelaufen. «Und plötzlich kam ein Energieabfall.» Der Rekord-Grand-Slam-Sieger konstatiert: «Ich kann einfach nicht mehr. Ich bin nicht mehr ich selbst.»

Ihm bleibe aber nichts anderes übrig, die Niederlage zu akzeptieren und Alcaraz zum Titel zu gratulieren. Der Spanier hat nun als jüngster Spieler in der Geschichte den Karriere-Grand-Slam geschafft, also alle vier grossen Turniere mindestens einmal gewonnen. Djokovic: «Er ist ein toller Junge mit grossartigen Werten. Und natürlich ist er bereits ein legendärer Spieler, der mit 22 Jahren schon enormen Eindruck in der Geschichte des Sports hinterlassen hat.»

War es die letzte Chance auf Titelrekord?

Eine Legende ist Djokovic schon lange. Er hat alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Doch ein letztes grosses Ziel hat er noch: Mit dem 25. Grand-Slam-Titel würde ihm der geschlechterübergreifend alleinige Rekord gehören. Bislang hält er die Bestmarke zusammen mit Margaret Court (83 Titel). War das nun seine letzte Chance? Vielleicht, meint Djokovic zweifelnd.

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Er habe den Glauben und das Selbstvertrauen, dass er noch einmal ein Grand-Slam-Turnier gewinnen könne. Und doch sagt der 38-Jährige: «Ich weiss nicht, was Gott für die Zukunft bereithält und ob ich jemals wieder die Chance bekomme, einen Grand-Slam-Final zu spielen.»

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