Es ist das Ende eines unglaublich dramatischen Tages. Novak Djokovic führt im fünften Satz mit einem Break und bringt den Sieg über die Runden. Fünf Stunden vorher hatte Alexander Zverev gegen die Weltnummer 1 Carlos Alcaraz mit einem Break 5:3 geführt, verliert aber die letzten vier Games und die Partie.
Novak Djokovic meint nach dem Sieg, für ihn fühle sich dieser Halbfinalsieg schon wie ein Turniersieg an. Zuvor hat er die letzten fünf Partien gegen Jannik Sinner alle verloren. Und an Grand-Slam-Turnieren schied er viermal hintereinander in den Halbfinals aus. Eine Leistung wie gegen Sinner haben ihm nicht mehr viele zugetraut.
Klar ist: Am Sonntag wird Tennisgeschichte geschrieben. Entweder gewinnt Carlos Alcaraz als Jüngster aller Zeiten den Karrieren-Grand-Slam – oder Novak Djokovic holt seinen 25. Grand-Slam-Titel. Djokovics Halbfinal endet in der Nacht auf Samstag in Melbourne nach 2 Uhr.
Spanier trotzt körperlichen Problemen
Noch dramatischer als der zweite Halbfinal verläuft das vorherige Duell zwischen Carlos Alcaraz und dem Deutschen Alexander Zverev. Die Nummer 1 der Welt besiegt nach fast fünfeinhalb Stunden den Deutschen Alexander Zverev (ATP 3) mit 6:4, 7:6, 6:7, 6:7, 7:5. Bitter für Zverev: Er führt im Entscheidungssatz zwischenzeitlich mit 5:3 und verliert den zweiten Satz nach einer 5:2-Führung.
Der erste Halbfinal beinhaltet viel Drama: Alcaraz hat ab Ende des dritten Satzes mit grossen körperlichen Problemen zu kämpfen und muss sich behandeln lassen.
Der Spanier leidet, spielt stellenweise nur Stand-Tennis. Zwar sind die Temperaturen in Melbourne mit etwas mehr als 30 Grad deutlich angenehmer als an den grossen Hitzetagen mit bis zu 45 Grad während der ersten Woche. Dafür ist es sehr schwül, was ihm offensichtlich grosse Probleme bereitet.
Zverev schlägt für Matchgewinn auf
Doch Zverev schafft es nicht, daraus genügend Profit zu schlagen. Zwar findet er nach einem Zwei-Satz-Rückstand zurück ins Spiel und schlägt im fünften Satz zum Matchgewinn auf, bringt den Sieg aber nicht ins Ziel. Alcaraz verwandelt nach 5:27 Stunden den ersten Matchball.
Zverev, der vor einem Jahr den Final gegen Jannik Sinner verlor, muss damit weiter auf seinen ersten Grand-Slam-Titel warten.