Darum gehts
- Alexander Zverev gewinnt US Open 2026 im Final gegen Ben Shelton
- Er widmet den Triumph seiner Mutter und thematisiert seine Diabetes-Diagnose
- Shelton motzt über Zverevs Routine vor dem Aufschlag
Es ist das Tennis-Jahr des Alexander Zverev (29). In allen vier Grand-Slam-Turnieren stand der Deutsche im Final. In der Nacht auf Montag gewann er nun bei den US Open den zweiten Titel. Im Endspiel besiegte Zverev den US-Amerikaner Ben Shelton (23) in vier Sätzen.
Zverev widmete den Titel mit emotionalen Worten seiner Mutter Irina und erinnerte sich dabei an seine Kindheit: Bei ihm wurde bereits im Alter von vier Jahren Typ-1-Diabetes diagnostiziert, wodurch er schon früh vor einer Herausforderung stand. Doch seine Mutter habe damals entschieden, dass die Krankheit ihren Sohn nicht daran hindern dürfe, seine Träume zu verwirklichen.
«Sie ist der stärkste Mensch, den ich kenne, denn es erfordert unglaubliche Stärke, das zu tun, was sie getan hat. Also vielen Dank an dich», so die Worte Zverevs.
Final-Gegner stänkert wegen Zverevs Aufschlag
In den Erfolg und die bewegenden Momente von Zverev mischen sich in New York aber auch Misstöne.
So schimpfte Final-Verlierer Ben Shelton beispielsweise über die lange Aufschlagsroutine von Zverev. Tatsächlich lässt der Deutsche den Ball vor dem eigenen Service teilweise bis zu 25 Mal auf dem Boden aufspringen. Während vor dem ersten Aufschlag eine 25-Sekunden-Regel gilt, gibt es zwischen erstem und zweitem Aufschlag keine zeitliche Begrenzung. Entsprechend lang müssen die Gegner – wie auch Shelton im Final – auf den Aufschlag warten.
Shelton fordert jetzt sogar eine neue Regel. «Es sollte eine Regel geben, wie man die Zeit auch bis zum zweiten Aufschlag begrenzen könnte. Unbegrenzte Zeit sollte es nicht geben. Ich denke, es ist für unseren Sport und die Fans schwierig, so lange auf den nächsten Aufschlag zu warten», erklärte er nach dem Match.
Der Deutsche kassiert ab
Zverev selbst sieht die Kritik gelassen. Er erklärte, die lange Routine sei nicht beabsichtigt und er wisse selbst nicht, warum er den Ball inzwischen so häufig aufspringen lasse. Dass es vielleicht zu viel ist, hat der Hamburger aber auch gemerkt: «Vor dem Halbfinal sah ich eine Statistik und dachte: Okay, es muss weniger werden.»
So oder so wird der Deutsche die Kritik gut verkraften können. Für den US-Open-Triumph kassiert er ein Rekordpreisgeld von 5,5 Millionen US-Dollar, umgerechnet rund 4,5 Millionen Franken. Es ist die höchste Siegprämie, die bislang bei einem Grand-Slam-Turnier ausgeschüttet wurde.