Corinne Suter fährt in der Abfahrt von Soldeu allen davon
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Erster Sieg seit über 3 Jahren:Corinne Suter fährt in der Abfahrt von Soldeu allen davon

Suters Erlösung nach schwierigen Jahren
«Ich hatte Tage, an denen ich gezweifelt habe»

Nach schweren Verletzungen, einem Kreuzbandriss und Rückschlägen meldet sich Corinne Suter zurück. Die 31-jährige Schwyzerin feiert in Soldeu ihren vierten Abfahrtssieg.
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Corinne Suter strahlt endlich wieder von zuoberst.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Corinne Suter gewinnt Abfahrt in Soldeu, erster Erfolg seit über vier Jahren
  • Nach Kreuzbandriss und schwieriger Reha kehrt Suter an die Spitze zurück
  • Schweizer Team erlöst, Suter freut sich auf «coole Zeit» mit Malorie Blanc
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Cédric HeebRedaktor Sport

«Ich hatte heute grosse Freude am Skifahren.» Es ist ein Satz, den man Corinne Suter (31) sofort glaubt. Denn wer die entfesselte Fahrt der Schwyzerin in Soldeu (Andorra) sieht, der merkt: Die Abfahrts-Olympiasiegerin von 2022 ist wieder dort, wo sie hingehört – an der Spitze.

In den Pyrenäen gewinnt Suter nach über vier Jahren wieder einmal eine Abfahrt. Zwischen dem Erfolg damals in Garmisch-Partenkirchen und ihrem vierten Abfahrtssieg nun in Soldeu gab es nur noch einen Sieg im Super-G in Lake Louise im Dezember 2022. Dementsprechend gross ist die Erleichterung, als der Triumph feststeht: «Es ist megaschön und ein riesengrosser Schritt. Für mich war es im Ziel. Aber fast noch wichtiger ist, zu wissen, dass ich es kann», so Suter ins SRF-Mikrofon.

Gehirnerschütterung, WM-Bronze, Kreuzbandriss

Die schnellste Abfahrerin der Saison 2019/20 hat keine einfachen Jahre hinter sich. In Cortina d'Ampezzo zog sich Suter im Januar 2023 eine Gehirnerschütterung zu, gewann wenige Wochen später aber dennoch WM-Bronze. Ein Jahr später wird der italienische Skiort in den Dolomiten wieder zum Schicksalsort für die Schwyzerin – diesmal mit gröberen Folgen.

Sie reisst sich bei einem schweren Sturz das Kreuzband im linken Knie und fällt für den Rest des Winters aus. Es folgte eine lange Reha und eine schwierige Saison 2024/25 mit zwei Podestplätzen – einer davon ausgerechnet in Cortina. Und als sie sich auf den Saisonstart für diesen Winter vorbereitet, stürzt sie Anfang Dezember im Training in St. Moritz und kann erst verspätet einsteigen. Die Olympischen Spiele kommen zu früh, um im Medaillenkampf mitzuwirken.

«Hatte Tage, an denen ich gezweifelt habe»

Wenige Tage später klappts dafür im Weltcup. Der Sieg in Soldeu – oder zumindest ein Podestplatz – hat sich unter der Woche mit den Trainingsplätzen 2 und 7 ein wenig abgezeichnet. Genau deshalb sei sie vor dem Rennen aber etwas nervös gewesen, wie sie verrät: «Ich war zweimal vorne dabei, was sonst eigentlich nicht so ist. Ich war schon etwas angespannt.»

Das Mittel gegen die Nervosität sei aktuell ohnehin der Schlüssel zum Erfolg: «Ich versuchte, mich auf mich selbst zu fokussieren. Das ist momentan das Rezept.» Sie habe sich keine Fahrten vor ihr angeschaut und sich sehr auf ihre eigene Leistung konzentriert – mit Erfolg.

Die Erleichterung ist Suter anzumerken. «Ich hatte Tage, an denen ich gezweifelt habe.» Halt hat sie bei ihren Liebsten gefunden. «Als ich nicht mehr an mich geglaubt habe, hat mein Umfeld an mich geglaubt.»

Suter erlöst Schweizer Abfahrtsteam

Allerdings atmet nicht nur Suter selbst auf, sondern auch das Schweizer Speedteam. Der erste Podestplatz in der Abfahrt in diesem Winter ist da. Mit Lara Gut-Behrami (34), Michelle Gisin (32) und Jasmine Flury (32) sind in diesem Winter drei regelmässige Punkte- und Podestlieferantinnen ausgefallen. «Es ist viel zusammengekommen», sagt Suter. Sie relativiert: «Wenn man bei anderen Nationen die ersten drei streicht, siehts gleich aus.»

Bei den Schweizerinnen wurden sie und Malorie Blanc (22) zu den Leaderinnen. Nach Blanc im Super-G von Crans-Montana hat nun auch Suter ihren ersten Saisonsieg. «Malorie fährt extrem stark. Ich bin froh, dass ich sie im Team habe. Sie bringt viel Schwung und Elan mit, so können wir uns gegenseitig pushen.» Natürlich müsse Blanc noch ihre Erfahrung sammeln, aber «es kommt eine sehr coole Zeit auf uns zu».

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