Das Podest
1. Reto Mächler 1:40,55
2. Joel Lütolf +0,37
3. Daniel Yule +0,48
Das Rennen
Reto Mächler hat erst ein Weltcuprennen bestritten, die erprobteren Athleten hält er aber souverän in Schach. Zur Halbzeit ist er auf Titelkurs. Sein Vorsprung auf Joel Lütolf beträgt allerdings nur eine Zehntelsekunde. Erst dahinter lauern mit Titelverteidiger Marc Rochat und Daniel Yule zwei Weltcup-Cracks.
Und sie schaffen es nicht, die beiden Athleten, die hauptsächlich Europacup-Rennen fahren, noch zu überflügeln. Mächler fährt den Sieg nach Silber im Riesenslalom souverän nach Hause, Lütolf verteidigt seinen zweiten Platz. Nur auf Rang 3 gibts eine Änderung. Denn Yule zeigt eine angriffige zweite Fahrt, die ihm den Sprung aufs Podest ermöglicht. Derweil fällt Rochat auf Rang 5 zurück. Und erklärt kurz nach dem Rennen seinen Rücktritt.
Das gab zu reden
Justin Murisier ist kein Slalomfahrer. Im Weltcup startete er in der letzten Saison ausschliesslich bei den Speedrennen. Und doch steht er an der Schweizer Meisterschaft im Slalom am Start. Als letzter der 66 Athleten am Start absolviert er den ersten Lauf – und erarbeitet sich als 29. eine gute Startnummer für die Entscheidung. Dass Murisier den Slalom an den Schweizer Meisterschaften absolviert, ist nichts Ungewöhnliches. Bereits zum elften Mal tut er dies. In einer anderen Disziplin hat er das indes noch nie getan. Er beendet das Rennen auf Rang 25.
Das gab zu reden II
Letzten Sommer hat Noel von Grünigen seine Karriere beendet. Dennoch steht er im Slalom am Start. Und das, ohne ein Training absolviert zu haben. Von Grünigen zeigt, dass er die schnellen Schwünge noch nicht verlernt hat. Zur Halbzeit liegt er auf Rang 11, diese Position hat er auch am Schluss. noch inne.
Das gab zu reden III
Der Preis für das auffälligste Outfit im zweiten Lauf geht an Tim Fleischer. Der 20-Jährige klebt die Ärmel seines Anzugs für den zweiten Lauf mit Klebeband um die Hüfte fest, trägt oben nur die Startnummer. Der Grund: Er verabschiedet sich mit dem Rennen vom Skirennsport. Ein Happy End gibts nicht – Fleischer scheidet aus. Dennoch wird er im Ziel gefeiert – mit der obligaten Champagnerdusche.
Die Bedingungen
Sonnenschein in St. Moritz? Fehlanzeige. Der Himmel ist wolkenverhangen, es regnet mit vereinzelten Schneeflocken. Die Temperaturen sind knapp über dem Gefrierpunkt. Eigentlich hätte der 1. Lauf um 8.45 Uhr starten sollen. Doch los gehts erst gut zwei Stunden später. Der Grund: die Piste ist zu weich und wird noch weiter präpariert. Schuld daran ist nicht der Regen. Der Schnee war schlichtweg nicht feucht genug, als dass das gestreute Salz seine Wirkung hätte entfalten können.Der Regen tut dem Ganzen also gut. Noch während des 1. Laufs verwandelt sich der Regen im oberen Teil allerdings in Schnee.
So gehts weiter
Mit der Schweizer Meisterschaft endet die Skisaison. Die Athleten verabschieden sich in die wohlverdienten Ferien.
Das Rennen im Ticker zum Nachlesen.