Sie fuhr gegen Vreni Schneider
Slowenien trauert um Ski-Heldin (†58)

1991 wurde Natasa Bokal Vize-Weltmeisterin im Slalom. Nun ist die Slowenin mit 58 Jahren verstorben. Sie hat den Kampf gegen den Krebs verloren.
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Im Slalom hat Natasa Bokal einst WM-Silber gewonnen.
Foto: Blicksport

Darum gehts

  • Slowenische Ski-Ikone Natasa Bokal stirbt mit 58 Jahren an Krebs
  • 1991 Slalom-Silber bei der WM, erste Olympiateilnahme für Slowenien 1992
  • 135 Weltcup-Rennen, 3 Podestplätze, 12 Knieoperationen, Karriereende 2003
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Ramona BieriRedaktorin Sport

Slowenien trauert um eine seiner Ski-Heldinnen. «Mit grosser Trauer geben wir bekannt, dass Natasa Bokal, eine der erfolgreichsten und bekanntesten slowenischen Skirennläuferinnen und eine wichtige Persönlichkeit in der Geschichte des slowenischen Skisports, von uns gegangen ist», schreibt der nationale Skiverband auf seiner Homepage. Bokal hat ihren jahrelangen Kampf gegen den Krebs mit 58 Jahren verloren.

Ihren grössten Erfolg feierte die einstige Slalom-Spezialistin 1991. An der Weltmeisterschaft in Saalbach (Ö) kurvte sie – damals noch für Jugoslawien – zur Silbermedaille. Schneller war nur eine Schweizerin: Vreni Schneider (61). Wenige Monate später wurde Slowenien unabhängig und Bokal schrieb 1992 als erste Skirennfahrerin des Landes bei Olympischen Spielen Geschichte.

Viele Verletzungen und 135 Rennen

Insgesamt bestritt sie 135 Rennen im Weltcup, fuhr dreimal aufs Podest. Ihren einzigen Sieg feierte sie in Kranjska Gora (Sln). Dass Bokal nicht öfter am Start stand, liegt an zahlreichen Verletzungen, die sie erlitten hat. Davon zeugen alleine zwölf Knieoperationen, denen sie sich unterziehen musste.

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Nach ihrem Rücktritt 2003 blieb Bokal dem Skisport als Trainerin verbunden. Auch ihrer Nichte Ana Bokal (20), die hauptsächlich FIS-Rennen fährt, dürfte sie den einen oder anderen Tipp gegeben haben. «Viele Jahre zu früh wurdest du uns genommen», trauert sie auf Instagram um ihre Tante. «Aber du hast bis zum Ende gekämpft und ich weiss, dass du jetzt an einem viel friedvolleren Ort bist, wo du keine Schmerzen mehr hast.» 

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