Darum gehts
- Mikaela Shiffrin will sich mehr auf Riesenslalom und Super-G fokussieren
- Die ersten zwei Slaloms in Levi und Gurgl lässt der Ski-Superstar aus
- Den kommenden Winter bezeichent sie als «Saison der Erkundung»
Mikaela Shiffrin (31) setzt ihre Prioritäten neu. Die sechsfache Gesamtweltcupsiegerin will bewusster auswählen, welche Rennen sie fährt. Nach 16 Jahren mit einem klaren Fokus auf Slalom und Riesenslalom soll vor allem mehr Raum für Riesenslalom und den Super-G entstehen.
Die ersten beiden Slaloms der Saison in Levi in Finnland und Gurgl in Österreich lässt sie aus. Shiffrins Saison startet voraussichtlich erst im späten Herbst: Im Stangenwald plant sie, erst am 29. November in Killington zurückkehren. Und auch danach will sie ihr Slalom-Programm kleiner werden lassen. Sicher ist sie jedoch nicht.
«Ich wurde bereits gefragt, ob Slalom zu einfach geworden sei. Ich möchte ganz klar sagen: Das könnte nicht weiter von der Realität entfernt sein» schreibt sie. Die Weltmeisterschaften im nächsten Februar in Crans-Montana bezeichnet sie als «Saison der Erkundung». Shiffrin möchte herausfinden, wie weit sie sich als Rennfahrerin im Riesenslalom und vor allem im Super-G noch verbessern kann. Gleichzeitig will sie mehr Freiraum für Erholung und ihr Leben ausserhalb des Skisports schaffen. Ihre Saison soll weniger davon bestimmt sein, möglichst viele Rennen zu fahren.
Drei olympische Goldmedaillen, 110 Weltcupsiege und 73 Siege im Slalom stehen mittlerweile in ihrer Bilanz. Im März holte sie in Åre und Lillehammer ihre letzten beiden Weltcup-Siege der vergangenen Saison und sicherte sich zum neunten Mal die Slalom-Kristallkugel.
Ähnlich wie Marco Schwarz verabschiedet sich Shiffrin aber nicht ganz vom Slalom. Sollte sie merken, dass ihr die Rennen fehlen, kann sie ihr Programm jederzeit wieder erweitern. «Ich mache nicht weniger, weil es mir weniger wichtig ist. Ich probiere etwas Neues aus, gerade weil es mir nach wie vor sehr wichtig ist», will die Ski-Ikone klarstellen.