Darum gehts
- Petra Vlhova startet beim Riesenslalom in Sölden
- Für die Slowakin ist es das erste Weltcuprennen seit fast 3 Jahren
- Im Januar 2024 hat sie sich bei einem Sturz eine schwere Knieverletzung zugezogen
Die Rückkehr von Petra Vlhova (31) in den Skiweltcup ist perfekt. Nach fast drei Jahren Absenz wird die Slowakin am 24. Oktober 2026 beim Riesenslalom in Sölden (Ö) wieder an den Start gehen. Der Sturz beim Heimrennen in Jasna im Januar 2024, der sie mit einer schweren Knieverletzung ausser Gefecht setzte, ist Geschichte. Mit neuen Perspektiven und einer veränderten Einstellung blickt sie optimistisch in die kommende Saison.
Die letzten Monate hat Vlhova intensiv genutzt, um sich körperlich und mental auf ihre Rückkehr vorzubereiten. Bereits im Mai begann sie mit einem Training auf Schnee in Österreich. Es folgten ein Trainingslager in Italien und ein intensives Krafttraining vor einem mehrwöchigen Aufenthalt in Argentinien. «Ich sehe, dass ich mich mit jeder Fahrt verbessere», sagt sie auf einer Pressekonferenz. Und fügt an: «Natürlich muss ich ehrlich sein – ich bin lange nicht gefahren und brauche Zeit, um mich wieder einzufinden.»
Die Rekonvaleszenz war für Vlhova nicht nur körperlich, sondern auch mental eine Herausforderung – und gleichzeitig eine Chance zur Selbstreflexion. «Im Vergleich zu vor meiner Verletzung bin ich ein ganz anderer Mensch. Ich geniesse endlich den gesamten Weg. Früher habe ich Erfolge und Podestplätze oft als selbstverständlich angesehen. Jetzt freue ich mich über jeden Moment, auch wenn mal etwas nicht klappt.»
«Will immer noch das Maximum aus mir herausholen»
Als besondere Herausforderung sieht Vlhova die Rückkehr in ihre stärkste Disziplin. «Slalom war immer meine Nummer 1, aber momentan fühle ich mich im Riesenslalom besser. Vielleicht liegt es daran, dass im Slalom die Abstände zwischen den Toren kürzer sind und man sich viel mehr bewegen muss.»
Trotz aller Vorsicht bleibt die Motivation klar: «Das bedeutet nicht, dass ich keine Ziele habe oder nicht gewinnen möchte. Ich will immer noch das Maximum aus mir herausholen und siegen. Aber ich brauche Zeit – in den letzten Jahren haben mir die Trainingskilometer auf Schnee gefehlt.»
Dass sie mental stärker zurückkommt, zeigt sich auch in ihrer Haltung. Die 31-Jährige betont, dass sie sich keinen unnötigen Druck macht und die Freude am Skifahren wiedergefunden hat. «Ich bin glücklich, das zu tun, was ich liebe, und ich geniesse die Reise Schritt für Schritt.» Ein Neuanfang mit klaren Ambitionen.
Dieser Artikel ist zuerst auf sport.sk erschienen. Die slowakische Newsplattform gehört wie Blick zum Ringier-Verlag.