Olympi-Ja!
Ski-Asse Piller und Kasper holen Cortina-Ticket

Olympia-Träume werden wahr: Sue Piller und Vanessa Kasper springen in letzter Sekunde auf den Cortina-Zug auf.
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Olympische Spiele, ich komme! Sue Piller holt sich im letzten Riesenslalom vor Cortina das begehrte Ticket.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Sue Piller qualifiziert sich für Olympia in Cortina 2026
  • Piller nach Platz 6 im Riesenslalom: «Ein Traum, mega cool»
  • Vanessa Kasper wird Elfte und fährt ebenfalls nach Cortina
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Mathias GermannReporter Sport

Es ist Sommer, als uns Sue Piller (20) in Gsteig BE ihre kleine Folterkammer zeigt. Folterkammer? So nennen die Skifahrer ihre Fitnessräume. Hier schuften und schwitzen sie für grosse Träume. Piller hat eine Fahne mit den Olympia-Ringen aufgehängt.

Und heute? Da steht fest: Die Power-Frau fährt zu den Olympischen Spielen in Cortina (It). Sie wird beim Riesenslalom in Spindlermühle (Tsch) Sechste. «Ein Traum, mega cool. Die Fahne war nicht für diese Saison gedacht, sondern eher für die Zukunft. Dass es jetzt geklappt hat, ist verrückt.»

Nach zwei 20. Plätzen nun dieser Exploit – ein Paukenschlag. Piller: «Ich weiss gar nicht, was ich sagen soll. Ich bin einfach voll Hahne gefahren.» Sie haben mit Olympia geliebäugelt, weil sich erst Camille Rast (26) das Ticket geholt hatte. Heisst: Platz war da. Und Piller hätte vielleicht auch von einem Jugendbonus profitiert. Sie zeigt, dass sie diesen nicht nötig hat.

Russi war früh von Piller beeindruckt

Ski-Legende Bernhard Russi (77) wird sich mit Piller freuen. Er hatte im Blick-Après-Ski-Podcast vor mehreren Wochen gesagt: «Sue imponiert mir. Sie hat eine filigrane Fahrweise, richtig sauber. Sehr tänzerisch. Und trotzdem ist sie aggressiv.» Piller dazu: «Das ist sehr lieb von ihm, es bedeutet mir viel.»

Neben Piller darf noch eine Schweizerin nach Cortina: Vanessa Kasper (29). Und das, obwohl sie nach dem letzten Winter aus allen Kadern gefallen war. Zur Halbzeit und am Ende ist sie Elfte. Im SRF meint sie schmunzelnd: «Der zweite Lauf war von oben bis unten eine Katastrophe. Aber wenn es gereicht hat, ist das schon in Ordnung.»

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