Letzten August ist Urs Lehmann (57) als Präsident von Swiss-Ski zurückgetreten. Stattdessen hat er den neu geschaffenen Posten des CEO beim Weltskiverband FIS angetreten. Kein Jahr später zieht Lehmann erneut einen Schlussstrich und kündigt per sofort als FIS-CEO.
Dieses Mal hat er keine andere Wahl. Denn es ist zum Zerwürfnis mit FIS-Präsident Johan Eliasch (64) gekommen. Zwischen den einstigen Rivalen, die noch letzten Sommer überzeugt gewesen sind, dass eine Zusammenarbeit funktioniert, hat es erneut gekracht.
Während Eliasch, der um seine Wiederwahl als FIS-Präsident Mitte Juni bangt, erzählt, dass man bezüglich Finanzen im Fahrplan ist, tönt es bei Lehmann ganz anders. Gegenüber Swiss-Ski hat er seine Bedenken geäussert. Es sehe miserabel aus. Wenn man beim Weltskiverband so weitermache, sei die FIS in zwei Jahren pleite.
Eine Eliasch-Abwahl dürfte Lehmanns neue Chance sein
Eine Aussage, die bei Swiss-Ski für Aufhorchen gesorgt hat. Der Schweizer Verband sah Handlungsbedarf und hat bei der FIS nachgefragt, wer denn nun die Wahrheit sage. Eliasch passt es gar nicht, dass sein CEO ihm in den Rücken gefallen ist. Es kommt zum Zerwürfnis.
Lehmann kündigt. Falls Eliasch am kommenden Donnerstag in Belgrad abgewählt würde, ist die Chance aber gross, dass Lehmann wieder als CEO eingesetzt wird.
«Durch die jüngste Entwicklung gerät Urs Lehmann vor den Wahlen zwischen die Fronten, was er als CEO nicht verantworten kann», sagt sein Sprecher Lorenz Furrer zu Blick.