Darum gehts
- Bei verheerendem Sturz bei der Olympia-Abfahrt verletzte sich Lindsey Vonn schwer
- Vonn spricht über ihren Sturz und mögliches Comeback
- Fast hätte sie ihr linkes Bein verloren
Nur acht Tage vor der Olympia-Abfahrt riss sich Lindsey Vonn (41) das Kreuzband im linken Knie. Getrieben von ihrem olympischen Traum trat sie dennoch an, stürzte jedoch beim Rennen in Cortina bereits nach 13 Sekunden heftig und brach sich dabei den linken Unterschenkel.
In ihrem ersten Fernsehinterview seit dem verheerenden Unfall vom 8. Februar spricht die US-Amerikanerin in der «Today Show» nun über den Moment, der ihr bemerkenswertes Comeback beendete. Gleichzeitig lässt sie die Tür für einen erneuten Rückkehrversuch überraschend offen.
«Vielleicht noch ein Rennen zum Abschied»
Die Ski-Legende liebäugelt im Gespräch mit der TV-Sendung offen mit einem weiteren Comeback: «Es ist nur so, dass ich Skirennen liebe und nie einen letzten Lauf hatte. Ich konnte mich nie verabschieden. Ich weiss nicht, vielleicht noch ein Rennen zum Abschied.»
Dabei stünde ein Comeback im klaren Gegensatz zu den Worten ihres Vaters, der bereits im Februar ein Machtwort sprach: «Sie ist 41 Jahre alt und das ist das Ende ihrer Karriere.» Solange er ein Wort mitzureden habe, werde es «keine weiteren Skirennen für Lindsey Vonn geben.» Wie auch Vonn im jüngsten Interview erklärt, würde eine Rückkehr ganz klar den Wünschen ihrer Familie widersprechen – ihr hingegen könnte es «Spass machen, noch einmal an den Start zu gehen».
Gleichzeitig räumt sie jedoch ein, dass sie noch keinen konkreten Comeback-Plan habe: «Ich muss spazieren gehen, unter Leute kommen und mein Leben leben, und ich glaube, das wird mir eine andere Perspektive verschaffen. Im Moment kann ich nicht sagen, was die Zukunft bringt, weil ich gedanklich noch nicht so weit bin.»
Vonn verlor fast ihr Bein
Sie habe direkt gewusst, wie schwer die Verletzung tatsächlich war. Offen schildert der Ski-Star, dass sie beinahe ihr linkes Bein verloren hätte – laut Vonn konnte dieses aber dank der exzellenten Arbeit der Ärzte gerettet werden.
Inzwischen fühle sie sich wieder gut. Unmittelbar nach dem Sturz habe sie jedoch unter unerträglichen Schmerzen gelitten – überschattet von der Gewissheit, dass ihr Olympia-Traum geplatzt war und sie ihre Karriere nicht so beenden konnte, wie sie es sich gewünscht hätte. Zudem gibt sie preis, dass sie in Gedanken oft zu diesem Rennen zurückkehre: Sie visualisiere immer wieder, wie sie den Lauf doch noch zu Ende fährt, die Ziellinie überquert und den Sieg einfährt.