Darum gehts
- Acht Schweizer Talente erhalten fixe Weltcup-Startplätze, zwei davon stehen in Sölden im Aufgebot
- Hächler gewann die Europacup-Gesamtwertung; Zurbrüggs Fixplatz ruht nach Kreuzbandriss vorerst
- Dania Allenbach und Stefanie Grob haben in Sölden nach Europacup-Siegen fixe Startplätze im Weltcup
Der Weg an die Spitze des Skisports führt bekanntlich über den zweitklassigen Europacup. Und die Schweizer Fahrerinnen und Fahrer machten dort letztes Jahr einen grandiosen Job. In 67 Rennen stand 24-mal jemand mit dem Schweizer Kreuz auf dem Skianzug zuoberst auf dem Podium. Insgesamt kamen 56 Podestplätze zusammen, was sich für acht Talente besonders bezahlt macht. Weil sie ihre Disziplinen unter den besten drei abschlossen, geniessen sie für den nun startenden Winter einen Fixstartplatz im gleichen Wettbewerb auf Stufe Weltcup.
Europacup-Dominator Hächler im krassen Gegensatz zu Zurbrügg
13-mal stand Lenz Hächler (23) bislang in Weltcuprennen am Start, ein 19. Rang in Beaver Creek letztes Jahr ist sein bestes und einziges Ergebnis. In diesem Winter nun werden einige weitere hinzukommen. Der 23-Jährige sicherte sich letzten Frühling mit exakt 1000 Punkten den Sieg in der Europacup-Gesamtwertung und erhielt dadurch ein Startrecht für alle Disziplinen. Davon Gebrauch machen dürfte er vor allem in der Abfahrt, im Super-G und im Riesen. So zählt er auch in Sölden zum Aufgebot.
Männer
- Lenz Hächler (alle Disziplinen)
- Sandro Manser (Abfahrt)
- Gaël Zulauf (Abfahrt)
- Sandro Zurbrügg (Riesenslalom, fällt mit Kreuzbandriss aus)
- Fadri Janutin (Riesenslalom)
Frauen
- Stefanie Grob (Abfahrt)
- Dania Allenbach (Riesenslalom)
- Janine Mächler (Slalom)
Männer
- Lenz Hächler (alle Disziplinen)
- Sandro Manser (Abfahrt)
- Gaël Zulauf (Abfahrt)
- Sandro Zurbrügg (Riesenslalom, fällt mit Kreuzbandriss aus)
- Fadri Janutin (Riesenslalom)
Frauen
- Stefanie Grob (Abfahrt)
- Dania Allenbach (Riesenslalom)
- Janine Mächler (Slalom)
Eine bittere Pille musste Sandro Zurbrügg (24) schlucken. Nachdem er im Europacup die Riesenslalomwertung vor Fadri Janutin (26) gewann, riss er sich an den Schweizermeisterschaften im April das Kreuzband – in der Abfahrt. Aus dem Fixstartplatz wird daher bis auf Weiteres nichts.
Allenbach auf Mission (Im)possible
Auch im Lager der Frauen verfügt die Schweiz über zwei letztjährige Europacup-Disziplinensiegerinnen. Stefanie Grob (22) war beste Abfahrerin und raste bereits im vergangenen Winter regelmässig in Weltcup-Speedrennen den Berg hinunter. Erst letzten März fuhr sie im Super-G von Val di Fassa auf Rang 10 und holte insgesamt 74 Punkte. Zusammen mit Dania Allenbach (19) steht sie in Sölden im Starthaus.
Die vierfache Weltcupfahrerin entschied die Europacup-Riesenslalomwertung letztes Jahr für sich, wurde in dieser Disziplin Schweizer Meisterin und hofft nun auf den nächsten Karriereschritt im Weltcup. Ihr Talent macht Allenbach zur Kandidatin beim schwierigsten Unterfangen der jüngeren Schweizer Skigeschichte. Ob dies gelingt oder nicht: Auf die 19-Jährige darf man sich auf jeden Fall freuen.