Senkrechtstarter Yanic Niederhäuser
Der erste Deutschschweizer rockt als Neuling die NBA

Erst im Sommer gedraftet und schon mit den Superstars im Rampenlicht: Yanic Niederhäuser, der erste Deutschschweizer in der besten Liga der Welt, entzückt die NBA mit seiner Unbekümmertheit – und seinem Potenzial.
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Gewaltige Erscheinung: Yanic Konan Niederhäuser überzeugt auf Anhieb in seiner ersten NBA-Saison.
Foto: AP

Darum gehts

  • Yanic Niederhäuser, 22, aus Fräschels FR, beeindruckt als NBA-Rookie bei den Clippers
  • Instagram-Seite nennt ihn «athletischsten Clippers-Center seit Deandre Jordan»
  • Er erzielte 16 Punkte gegen Sacramento, zehn Rebounds gegen Utah Jazz
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Marco PescioReporter Sport

Gestatten, Yanic Konan Niederhäuser. 22 Jahre alt und stattliche 2,11 Meter gross. Der junge Hüne aus Fräschels FR kommt gerade so richtig in der NBA an. Er ist das neue Juwel der LA Clippers. Mal lässt er die Kommentatoren mit einem Monster-Dunk ausflippen, mal bringt er die Gegner mit starken Blocks zur Verzweiflung.

«Niederhauser», oder ganz einfach «Yanic», wie er in den USA genannt wird, bringt alles mit, was von einem Rookie erwartet wird. Der Freiburger spielt mutig, frech und unbekümmert auf – und er ist ausgestattet mit einer gesunden Portion Selbstbewusstsein, was im Haifischbecken NBA ein wichtiges Attribut darstellt.

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Niederhäuser hat bei den Clippers nicht direkt eingeschlagen wie ein Komet, doch er ist parat, wenn er die Chance erhält, sich zu zeigen. Zum Jahreswechsel legt er für einen Neuling zwei eindrückliche Leistungen hin, zunächst mit 16 Punkten gegen Sacramento, dann mit zehn Rebounds gegen die Utah Jazz. Niederhäuser setzt im Zusammenspiel mit den Superstars James Harden (36) oder Kawhi Leonard (34) immer wieder Glanzpunkte – und wird dafür nicht nur von seinem Arbeitgeber auf Social Media zünftig abgefeiert.

Auf Instagram stellt «GTV Hoops», eine Seite, die sich auf den Nachwuchs in der NBA G-League fokussiert, bereits die Frage in den Raum, ob Niederhäuser der «athletischste Clippers-Center» seit NBA-Champion und Olympiasieger Deandre Jordan (37) sei. In der G-League, in der Niederhäuser ebenfalls immer noch zum Einsatz kommt, sei er als «dunkende und Würfe blockierende Maschine» unterwegs.

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Ein Weckruf für den Deutschschweizer Nachwuchs?

Die Vergleiche wird Niederhäuser, der im Sommer in der ersten Runde an Nummer 30 gedraftet und damit zum vierten NBA-Schweizer der Geschichte wurde, gerne hören. Er weiss aber auch, dass zum endgültigen Durchbruch in der besten Basketball-Liga der Welt noch einiges fehlt. «Erinnere dich an die Worte», ruft ihm ein Mitspieler zu, als Niederhäuser in einem Video in der Clippers-Kabine mit allen abklatscht. «Ja, ruhig bleiben», antwortet ihm der Youngster.

Im Kopf will Niederhäuser nicht abheben, unter dem Korb sehr wohl – er lebt gerade seinen Lebenstraum. Seit seiner Kindheit verfolgt er das Ziel, als erster Deutschschweizer die NBA aufzumischen und damit auch im nicht-frankophonen Teil des Landes die jungen Leute «aufzuwecken», wie er in einem SRF-Beitrag im Herbst sagte. Macht er im selben Stil weiter, dürfte sein Bekanntheitsgrad zwischen Fräschels FR und Chur tatsächlich immer weiter steigen.

«War schon als Kind ein Traum, an der Westküste zu leben»
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Niederhäuser von LA gedraftet:«War schon als Kind ein Traum, an der Westküste zu leben»


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