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«Die Idee gab es schon länger»:Schwinger Odermatt über sein Bauprojekt

«Es tut brutal weh»
Feuer zerstört das Elternhaus von Eidgenosse Odermatt

Während Adrian Odermatt in Kanada Ferien macht, zerstört ein Feuer das Haus seiner Familie. Der Schwinger spricht über den schmerzhaften Verlust und eine Bauverzögerung, die wohl noch Schlimmeres verhinderte.
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Am frühen Samstagmorgen stand das Elternhaus von Schwinger Adrian Odermatt in Flammen.
Foto: Polizei Basel-Landschaft
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Nicola AbtReporter Sport

Adrian Odermatt (25) bereitet in Kanada gerade das Abendessen zu, als ihn ein Bild seines Bruders Jonas (22) erreicht. «Was ich da sah, war ein riesiger Schock. Im ersten Moment konnte ich es nicht glauben», erzählt der Eidgenosse.

Das Foto zeigt das brennende Elternhaus. In der Nacht von Freitag auf Samstag hat ein Feuer das Zuhause der Familie oberhalb von Liesberg BL zerstört. Hier sind die beiden Schwinger aufgewachsen. Hier haben sie gespielt, auf dem Hof mitgeholfen und ihre ersten «Kämpfe» ausgetragen.

Neuer Stall für die Eltern

Nun sind unzählige Erinnerungsstücke an ihre gemeinsame Kindheit verloren. Auch sämtliche Schwingerpreise von Jonas sind den Flammen zum Opfer gefallen. «Es ist unglaublich traurig und tut brutal weh. Das zu verdauen wird viel Zeit brauchen», sagt Odermatt und ergänzt: «Zum Glück wurde niemand verletzt.» Auch die Tiere auf dem Hof bleiben unversehrt.

Dass das Feuer nicht auf den Stall übergegriffen hat, ist laut Adrian einem Projekt zu verdanken, in das er und Jonas zuletzt viel Arbeit gesteckt haben. Die Brüder bauen den Stall ihrer Eltern um. Neue Abkalbeboxen und ein modernes Heulager sollen ihnen den Alltag erleichtern.

Doch die Arbeiten haben sich verzögert. Ausgerechnet das erweist sich nun als glücklicher Umstand. Da der neue Teil des Stalls noch nicht steht, bleiben rund 15 Meter Abstand zum Wohnhaus. Diese Lücke verhinderte laut Odermatt, dass sich die Flammen auf den Teil des Stalls mit den Tieren ausbreiteten.

Rückreise war kurz ein Thema

Wie viel ihm der Familienbetrieb bedeutet, hat Odermatt in der Vergangenheit mehrfach betont. «Wir hatten unglaublich viel Platz zum Spielen, gingen oft in den Wald und konnten ständig etwas unternehmen. Es war richtig toll», so der 35-fache Kranzgewinner.

Mit dem Umbau wollte er seinen Eltern etwas zurückgeben. Nach seiner Arbeit als Monteur packte er am Abend auf dem Hof weiter an. Entsprechend gross war die Vorfreude auf ein paar ruhigere Tage in Nordamerika.

Nach der schockierenden Nachricht aus der Heimat überlegte Odermatt, in die Schweiz zurückzufliegen. Nach Absprache mit seinen Eltern kam er jedoch zu dem Schluss, dass er vor Ort momentan nichts tun könne. Deshalb bleibt er in Kanada und versucht, die restlichen Ferientage mit seiner Partnerin so gut wie möglich zu geniessen.

Spendenaktion zeigt riesige Solidarität

In dieser Zeit können seine Eltern bei ihm wohnen. Die Polizei ermittelt aktuell die Brandursache. Gleichzeitig erlebt die Familie eine grosse Welle der Hilfsbereitschaft. Odermatt erhält zahlreiche Nachrichten und Hilfsangebote. «Es haben sich Leute gemeldet, von denen ich seit zehn oder fünfzehn Jahren nichts mehr gehört habe. Diese riesige Anteilnahme zu spüren, ist sehr schön.»

Unter dem Titel «Zusammenstehen für Familie Odermatt» wurde zudem eine Spendensammlung gestartet. Am Montagabend sind bereits über 100’000 Franken zusammengekommen.

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