So lief das Chranz-Debüt von Nathan Macleod
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Amerikaner am Zuger Kantonalen:So lief das Chranz-Debüt von Nathan Macleod

Schwing-Gast aus den USA
Ex-Footballer sorgt am Zuger Kantonalen für Aufsehen

Schwingen auf rotem Platz: Das 106. Zuger Kantonale in Oberägeri begeistert mit einem US-Debütanten und einem Marcel Bieri, der seinen Sieg trotz plötzlichen Regens in trockene Tücher bringt.
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Marcel Bieri hat gut lachen am Zuger Kantonalen Schwingfest in Oberägeri.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Das Zuger Kantonale kehrt nach 42 Jahren nach Oberägeri zurück
  • US-Amerikaner Nathan Mcleod debütiert bei Kranzfest
  • Marcel Bieri gewinnt seinen sechsten Kranzfestsieg mit herrlichem Plattwurf
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Benjamin GwerderRedaktor Sport

42 Jahre nach der letzten Austragung in Oberägeri erlebt das Zuger Kantonale eine besondere Rückkehr. Statt auf einem Rasen im Freien wird mitten im Dorf auf einem roten Platz geschwungen, über den für die richtige Schwingfest-Optik extra ein Rasenteppich ausgelegt worden ist.

Die spezielle Atmosphäre passt allerdings zum Fest. Während über 2700 Schwingfans das ungewohnte Festgelände geniessen, sorgt auf den Schwingplätzen neben den Favoriten um Marcel Bieri, Sven Schurtenberger und Co. nämlich auch ein Amerikaner für Aufmerksamkeit.

Die Rede ist von Nathan Macleod (28). Während seiner Ferien gibt der Mann aus Tacoma im Bundesstaat Washington am 106. Zuger Kantonalen sein Debüt an einem Kranzfest in der Schweiz. Der ehemalige Defense-Spieler im College Football hat in Übersee bereits mehrere «Crowns» gewonnen, nun möchte er auch in der hiesigen Schwingszene Fuss fassen.

Einen Kranz verpasst Macleod – der wegen seiner Frau (Urenkelin eines Schweizer Auswanderers) zum Schwingen gekommen ist – zwar wegen 2,25 Punkten, doch der bullige Amerikaner hat jetzt Lust auf mehr. Nach dem Schwyzer Kantonalen in Brunnen in einer Woche muss er zwar zurück zur Arbeit in die USA, doch im nächsten Jahr will er wiederkommen.

Sieger Bieri: «Ich wusste, dass ich auf Konter schwingen muss»

Sportlich steht am Ende Marcel Bieri im Mittelpunkt. Der 31-jährige Primarlehrer aus Edlibach ZG zieht mit vier Siegen souverän in den Schlussgang ein. Dort trifft er auf den in Morschach SZ wohnhaften Bruno Suter (23), der dank eines Ausrutschers von Marc Lustenberger (Gestellter gegen Lukas Heinzer) überhaupt seine Chance erhält.

Im Schlussgang zeigen sich die Kräfteverhältnisse zwischen dem Eidgenossen Bieri und dem Kantonalkranzer Suter dann aber deutlich. Bieri übernimmt sofort die Initiative und lässt seinen Gegner kaum zur Entfaltung kommen.

Nach sechs Minuten beendet er den Gang so mit einem sehenswerten Plattwurf und bringt im Alter von 31 Jahren seinen sechsten Kranzfestsieg trotz heftigen Regens zum Schluss in trockene Tücher. «Ich wusste, dass Bruno auf Konter schwingen muss. Deshalb habe ich ihn von Anfang an angegriffen, bis ich mal mit dem Kurz durchgekommen bin», sagt Bieri zu Blick im Anschluss.

Als Belohnung erhält Bieri den Siegermuni Max – nicht zu verwechseln mit dem hölzernen ESAF-Muni aus Mollis.

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