Hier kriegt Wicki das Resultat gegen Collaud nicht
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Abderhalden fassungslos:Hier kriegt Wicki das Resultat gegen Collaud nicht

«Das hat mich genervt»
Der entthronte König Wicki hadert mit Fehlentscheid

Nach einem bärenstarken Samstag liess König Joel Wicki etwas nach. Zudem hatte er sehr viel Pech mit einem Entscheid der Kampfrichter.
Publiziert: 31.08.2025 um 20:48 Uhr
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Die Bilder vom 8. Gang: Armon Orlik ist neuer Schwingerkönig!
Foto: BENJAMIN SOLAND

Darum gehts

  • Joel Wicki zufrieden mit Kranzgewinn, trotz verpasster Titelverteidigung am ESAF
  • Umstrittene Kampfrichter-Entscheidung kostete Wicki wichtige Punkte
  • Wicki erreichte den neunten Rang und plant Teilnahme am Tessiner Kantonalen
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Nicola AbtReporter Sport

So richtig glauben will man König Joel Wicki (28) diese Aussage nicht. Der Luzerner sagt nach seinem neunten Rang am ESAF: «Ich bin zufrieden.» Das Minimalziel sei mit dem Kranzgewinn erreicht. 

Doch Wicki wollte natürlich mehr. Er strebte die Titelverteidigung an.

Lange sah es für den Landwirt sehr gut aus. Am Samstagmorgen bodigte der König unter anderem Supertalent Michael Moser (20). «Danach hatte ich Hühnerhaut. Vor allem der Jubel mit der riesigen Innerschweizer Tribüne war sehr speziell.» Mit drei Siegen und einem Gestellten befand sich Wicki nach dem ersten Tag in Lauerstellung. Doch dann kam der Kampf am Samstagmorgen gegen Romain Collaud (23). 

Kampfrichter-Chef bezieht Stellung

Wicki bearbeitete den Südwestschweizer und überdrehte ihn am Boden zum gültigen Resultat. Ein perfekter Start in den Tag – dachten alle. Doch der Kampfrichter liess den Gang weiterlaufen. Für Experten und Zuschauer ein klarer Fehler. Weil das Duell gestellt endete, verlor Wicki 0,75 Punkte. «Das hat mich genervt. Es war ein Resultat», stellt der König klar. 

Auch Stefan Muff, der Technische Leiter der Innerschweizer, findet deutliche Worte. «Ich kann mir nicht erklären, weshalb das kein Resultat war. Die TV-Bilder sind eindeutig.» Mit dem entsprechenden Kampfrichter habe er sich aber noch nicht unterhalten.

Dessen Chef, Peter Ackermann, sagt auf Blick-Nachfrage: «Am Freitagmittag an der Sitzung sagte ich zu den Kampfrichtern, dass sie klare eindeutige Resultate geben sollen. Das haben sie in dieser Situation wohl etwas zu genau genommen.» Für Wicki und das Innerschweizer Team ein Fehlentscheid, der gravierende Auswirkungen hatte. 

Flasche leer nach dem siebten Gang

Diese bekam zuerst Muff in der Einteilung zu spüren. «Ich musste die Strategie anpassen. Wenn Joel gegen Collaud gewonnen hätte, hätte alles komplett anders ausgesehen», erklärt er. Später bedeutete diese unglückliche Ausgangsposition für Wicki, dass er Werner Schlegel hätte bezwingen müssen, um in den Schlussgang zu kommen. «Mit meinem ersten Angriff war ich sehr nahe dran.» 

Durch den Gestellten platzen die Titelverteidiger-Träume von Wicki. Danach fiel die Anspannung etwas ab. Im letzten Gang stellte er überraschend gegen den Normalkranzer Lukas Tschumi. «Die Luft war etwas draussen. Da ich den Kranz bereits auf sicher hatte, wollte ich zudem nicht mehr alles riskieren.» 

Macht es Wicki wie Reichmuth?

Für seinen Nachfolger Armon Orlik findet er nur lobende Worte: «Er ist ein würdiger König. Armon darf sehr stolz auf seine Leistung sein.» Wicki selbst freut sich nun über ein paar ruhigere Tage. Hat er seinem Ziel Titelverteidigung doch in den letzten Monaten alles untergeordnet.

Zum Saisonabschluss reist er in zwei Wochen an das Tessiner Kantonale. Und dann? Wicki schmunzelt: «Mal schauen, was dann passiert.» Seit dem Frühling geistert das Gerücht eines möglichen Rücktritts durch die Schwingszene. Nun, wo klar ist, dass Pirmin Reichmuth nicht mehr wettkampfmässig ins Sägemehl zurückkehrt, würde ein Abschied von Wicki die Innerschweizer noch mehr schmerzen. 

Die letzten 15 Schwingerkönige

Mollis 2025: Armon Orlik
Pratteln 2022: Joel Wicki
Zug 2019: Christian Stucki
Estavayer 2016: Matthias Glarner
Burgdorf 2013: Matthias Sempach
Frauenfeld 2010: Kilian Wenger
Aarau 2007: Jörg Abderhalden
Luzern 2004: Jörg Abderhalden
Nyon 2001: Arnold Forrer
Bern 1998: Jörg Abderhalden
Chur 1995: Thomas Sutter
Olten 1992: Silvio Rüfenacht
Stans 1989: Adrian Käser
Sion 1986: Heinrich Knüsel
Langenthal 1983: Ernst Schläpfer

Mollis 2025: Armon Orlik
Pratteln 2022: Joel Wicki
Zug 2019: Christian Stucki
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Frauenfeld 2010: Kilian Wenger
Aarau 2007: Jörg Abderhalden
Luzern 2004: Jörg Abderhalden
Nyon 2001: Arnold Forrer
Bern 1998: Jörg Abderhalden
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Olten 1992: Silvio Rüfenacht
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