Darum gehts
- Rekursgericht lässt Marisa Reich zur Swiss-Cycling-Präsidiumswahl am 14. März zu
- Reich, Thomas und Previtali nach Vorstandsausschluss wieder zur Wahl zugelassen
- Über 100 Delegierte für Versammlung angemeldet, zwei Frauen kämpfen um Präsidium
Es kommt Bewegung in den Streit um die Zukunft des Schweizer Radsportverbands: Das Rekursgericht von Swiss Cycling hebt einen Entscheid des Einzelrichters auf, der Marisa Reich (42) vom Vorstand ausgeschlossen hatte. Die Zugerin Reich ist damit als Kandidatin zur Präsidiumswahl an der Delegiertenversammlung vom 14. März zugelassen. Dort kommts nun zur Kampfwahl gegen die Bündnerin Luana Bergamin (40).
«Ich danke allen, die uns in dieser anspruchsvollen Phase juristisch und persönlich unterstützt haben», lässt sich Reich in einer Mitteilung zitieren. «Dass sich so viele Delegierte für die Versammlung am kommenden Samstag angemeldet haben und eine starke, vielfältige Auswahl an Kandidatinnen und Kandidaten zur Verfügung steht, stimmt mich sehr positiv – das ist ein klares Zeichen des Engagements für die Zukunft von Swiss Cycling.»
Zusammen mit Reich werden auch Andrew Thomas und Ariane Previtali begnadigt. Thomas darf dadurch fürs Vizepräsidium kandidieren, Previtali wird vom Gericht als Vorstandsmitglied bestätigt. Das Trio Reich, Thomas und Previtali bekam Ende Februar vom Einzelrichter die Rote Karte gezeigt: Weil sie nicht Mitglieder eines Veloklubs sind, wurden Reich und Previtali vom Vorstand ausgeschlossen, Thomas sollte nicht zur Wahl als Vize-Präsi zugelassen werden.
Niederlage für Geschäftsführer
Nun kommt also alles anders. Der Entscheid des Rekursgerichts darf als Niederlage für das Lager um Verbands-Geschäftsführer Thomas Peter gewertet werden. Die Gruppierung will mit Luana Bergamin als neue Präsidentin den bisherigen Kurs beibehalten, Gegenkandidatin Reich den Verband reformieren.