Sieg-Debüt bei den Frauen
Pogacar deklassiert Konkurrenz zum Tour-de-Suisse-Auftakt

Rad-Überflieger Tadej Pogacar lässt seiner Konkurrenz bei der ersten Etappe der Tour de Suisse keine Chance und gewinnt in Sondrio nach einer langen Soloflucht. Bei den Frauen feiert eine Holländerin ihren ersten Profi-Sieg.
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Auftakt nach Mass: Tadej Pogacar gewinnt die erste Etappe der Tour de Suisse nach einer langen Solofahrt.
Foto: Getty Images
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Gian-Andri BaumgartnerRedaktor Sport

Die Länge, das Format: Vieles ist an der Tour de Suisse in diesem Jahr neu. Auch Rad-Überflieger Tadej Pogacar (27) ist erstmals an der Schweizer Landesrundfahrt dabei – und schlägt bereits bei erster Gelegenheit zu: Der Slowene gewinnt die erste Etappe und schlüpft somit ins Leadertrikot.

Nicht neu ist dagegen seine Art des Gewinnens: Bereits 70 Kilometer vor dem Ziel setzt sich Pogacar von seinen Konkurrenten ab und fährt ab diesem Zeitpunkt alleine bis in den Start- und Zielort Sondrio (It). Die Zieleinfahrt nach welligen 144 Kilometern mit fast 2500 Höhenmetern kann er ausgiebig geniessen – so gross ist sein Vorsprung auf den ersten Verfolger.

Dieser ist bei der 1. Etappe Richard Carapaz: Der Ecuadorianer verliert am Ende rund zwei Minuten auf Pogacar. Wenige Sekunden später folgt der drittplatzierte Lokalmatador Andrea Bagioli – ebenfalls solo. Anwärter auf das Gesamtklassement wie Ilan van Wilder oder Primoz Roglic kassieren bereits einen Rückstand von über vier Minuten. Bester Schweizer auf dem ersten Teilstück der Heim-Rundfahrt wird Marc Hirschi als 24.

Mehr Spannung bei den Frauen

Deutlich spannender verläuft das Rennen bei den Frauen, das schon am Morgen über die Bühne gegangen ist. Nach zahlreichen Attacken im hügeligen Finale erreichen schliesslich zwei Fahrerinnen die Zielgerade nach 109 Kilometern an der Spitze. Im Duell mit der Britin Lauren Dickson behält Femke de Vries schliesslich die Oberhand. Für die Holländerin ist es im Alter von 32 Jahren der erste Profisieg.

Titelverteidigerin Marlen Reusser erreicht das Ziel in einer sechsköpfigen Spitzengruppe 38 Sekunden nach Siegerin de Vries, wo sie schliesslich auf Schlussrang 8 sprintet. Noch vor ihr fährt Landsfrau Steffi Häberlin auf Rang 6. Teil des Sextetts sind auch die Mitfavoritinnen Kasia Niewiadoma-Phinney (Pol) und Elisa Longo-Borghini (Ita).

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