Darum gehts
- Team UAE von Krankheitswelle betroffen
- Wichtige Helfer während Tour de France angeschlagen
- Tadej Pogacar trägt statt gelbe schwarze Hose, Gerüchte um Magen-Darm-Erkrankung
Kurz bevor es bei der Tour de France in die anspruchsvollen Bergetappen auf die Alpe d'Huez geht, wird Tadej Pogacars (27) Team UAE von einer Krankheitswelle erfasst. Der Slowene entfacht dabei noch selbst Gerüchte um den eigenen Gesundheitszustand – mit seiner Hose.
UAE-Teamchef Matxin Fernández (56) bestätigt: «Ja, wir leiden.» Er bleibt aber optimistisch: «Jedes Problem hat eine Lösung, wir gehen weiter voran», fügt der Spanier hinzu. Wie angeschlagen Pogacars Team ist, macht sich während der 18. Etappe bemerkbar.
Magen-Darm bei Pogacar?
Pogacar-Helfer Brandon McNulty (28) ist 40 Kilometer vor dem Ziel entkräftet vom Velo gestiegen. Tim Wellens (35) und Florian Vermeersch (27) wurden bereits früh abgehängt, während Pogacars wichtiger Berghelfer Adam Yates (33) seit zwei Tagen an Magen-Darm-Problemen leidet.
Gleichzeitig sorgt der Slowene selbst für Spekulationen über eine Ansteckung. Zum ersten Mal seit vier Jahren ist der Rad-Star im Leadertrikot in einer schwarzen statt gelben Rennhose gefahren. Über den Grund wird spekuliert, es dürfte sich aber um eine Vorsichtsmassnahme handeln. Sollte auch der Leader von der Magen-Darm-Erkrankung betroffen sein, ist helle Beinbekleidung im «Extremfall» weniger vorteilhaft als dunkle.
Ist das die Chance für Evenepoel?
Trotzdem führt Pogacar im Gesamtklassement weiterhin mit viereinhalb Minuten Vorsprung auf seinen ersten Verfolger Remco Evenepoel (26, Red Bull-Bora-Hansgrohe). Doch dem möglicherweise angeschlagenen Slowenen gehen durch die Krankheitswelle die Helfer aus.
McNulty ist ausgeschieden, Wellens, Yates und Vermeersch sind angeschlagen. Greift Evenepoel nun an? «Das müssen wir noch abwarten», sagt der Belgier darauf angesprochen gegenüber «Sporza». «Ich werde keine unnötigen Risiken eingehen, die meinen zweiten Platz gefährden könnten.»
Evenepoel stapelt stattdessen tief und redet davon, dass es eher zu einem Kampf um Platz drei kommen wird. Klar ist: Trotz deutlichem Vorsprung könnte Pogacar mangels Helfern in Bedrängnis geraten. Wie angeschlagen der Slowene selbst ist, wird sich in den nächsten zwei harten Etappen der Tour zeigen.