Wurde Niewiadoma-Phinney hier abgedrängt?
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Entthronte Leaderin nervt sich:Wurde Niewiadoma-Phinney hier abgedrängt?

«Einfach kindisch»
Tour-Zoff! Entthronte Leaderin erhebt schwere Vorwürfe

Erst verliert sie Gelb, dann die Nerven: Niewiadoma-Phinney will im Ziel in Nizza Vollerings Teamkollegin Gery zur Rede stellen.
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Katarzyna «Kasia» Niewiadoma-Phinney (r.) will nach der achten Tour-Etappe Célia Gery zur Rede stellen.
Foto: Getty Images
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Yannick PengRedaktor Sport-Desk

Der Kampf um den Tour-de-France-Gesamtsieg 2026 wird zum Nervenkrimi. Vor der letzten Etappe am Sonntag sind die neue Führende Demi Vollering und Katarzyna «Kasia» Niewiadoma-Phinney gerade mal durch acht Sekunden voneinander getrennt.

Was dem Duell zusätzliche Brisanz verleiht: Niewiadoma-Phinney ist am Samstag nach der Zielankunft in Nizza auf 180 – wegen Vollering und deren FDJ-United-Suez-Equipe. Die Polin wirft Vollerings 20-jähriger Teamkollegin Célia Gery vor, sie am Schluss der Etappe bewusst behindert zu haben. «Am Anfang des Anstiegs war ich total genervt. Wenn sie sich messen wollen, sollten sie fair spielen und nicht versuchen, mich gegen die Strassenbegrenzung zu drängen. Denn das finde ich einfach kindisch und ehrlich gesagt habe ich deswegen jeglichen Respekt vor ihnen verloren», sagt die 31-Jährige in die Mikrofone der anwesenden Reporter.

«Man kann sich vorstellen, was das ausmacht, wenn einmal das Momentum weg ist», erklärt Marlen Reusser, die bei der Tour als Gesamtdritte auf Podiumskurs liegt. «Wir alle waren sehr erstaunt, dass Kasia nicht mitkam. Normalerweise ist dies genau ihr Terrain.» Niewiadoma-Phinney löste am Freitag am Mont Ventoux die Bernerin als Gesamtleaderin ab. Nun ist ihr das gleiche Schicksal widerfahren: Nach dem Zwischenfall zu Beginn des kurzen, aber ultragiftigen letzten Anstiegs wird sie an diesem ganz zum Schluss von der Holländerin Vollering abgehängt.

Tour-Leaderin verteidigt ihre Teamkollegin

Niewiadoma-Phinney, die mit 17 Sekunden Rückstand hinter der Tagessiegerin Vollering und zeitgleich mit der Italienerin Elisa Longo Borghini in Nizza als Tagesdritte ankommt, will Gery noch im Ziel zur Rede stellen. «Warum hast du das gemacht? Warum hast du mich gegen die Strassenbegrenzung gedrängt? War das Teil des Plans?», fragt sie die französische Meisterin, die sich zunächst die Vorwürfe anhört und sich währenddessen aber wieder abdreht. «Ich bin mir sicher, dass sie es nicht absichtlich getan hat», verteidigt Vollering laut «Cyclingnews» ihre Teamkollegin. «Ich glaube, auch Kasia weiss tief in ihrem Herzen, dass so etwas im Rennsport manchmal einfach passiert.»

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