Schweizer Jubel an Para-Rad-WM
Rigling doppelt nach – Premiere für Lutz

Die Schweizer Para-Cycler sorgen an der Bahn-WM in Apeldoorn für weitere Medaillen. Flurina Rigling verteidigt ihren Weltmeistertitel im Scratchrennen der Kategorie C2. Quirin Lutz gewinnt im Sprint Bronze und steht erstmals bei einer WM auf dem Podest.
Kommentieren
1/5
Rigling und Lutz sorgen für Schweizer Jubel.
Foto: Jean-Baptiste Benavent

Darum gehts

  • Flurina Rigling gewinnt im Scratchrennen erneut WM-Gold.
  • Quirin Lutz holt im Sprint Bronze und gewinnt seine erste WM-Medaille.
  • Am Wochenende stehen für die Schweizer weitere Rennen und Medaillenchancen an.
Lynn Piubel, Autorenprofil
Lynn PiubelReporterin Sport

Flurina Rigling (30) setzt ihren starken Auftritt an der Para-Cycling-Bahn-WM in Apeldoorn fort. Nach Gold und einem Weltrekord im Kilometer-Zeitfahren am Donnerstag sichert sich die Zürcherin am Freitag ihren zweiten WM-Titel. Im Scratchrennen der Kategorie C2 (mittelschwere körperliche oder neurologische Beeinträchtigung) verteidigt sie erfolgreich ihr Regenbogentrikot.

Dabei überquert zunächst die Chinesin Wangwei Qian die Ziellinie vor Rigling. Da die Kategorien C1 und C2 das Rennen gemeinsam bestreiten, aber getrennt gewertet werden, geht der Sieg in der C2-Wertung dennoch an die Schweizerin.

«Das Rennen ist etwas anders gelaufen als erwartet, aber ich bin sehr glücklich, dass meine Beine so gut mitgemacht haben. Ich bin sehr zufrieden mit den ersten beiden Wettkampftagen», sagt Rigling. Sie ist stolz auf sich und die Medaillenchance ihres Teamkollegen.

Lutz bezwingt Weltrekordhalter im Halbfinal

Für eine weitere Schweizer Medaille sorgt Quirin Lutz (21). Der Aargauer gewinnt im Sprint Bronze und feiert damit seine erste WM-Medaille. Auf dem Weg aufs Podest gelingt ihm im Halbfinal ein besonderer Erfolg: Er trifft auf den französischen Weltrekordhalter Alexandre Léauté und setzt sich mit einer taktisch starken Leistung durch.

Sein französischer Konkurrent muss aussen einen längeren Weg nehmen und findet keinen Weg vorbei. Mit einem Vorsprung von 0,093 Sekunden entscheidet der Schweizer den Halbfinal für sich und qualifiziert sich für den Dreierfinal.

Dort greift Lutz zwei Runden vor Schluss selbst an. Auf der Zielgeraden wird er allerdings von seinen beiden Konkurrenten überholt. Hinter dem Niederländer Hidde Buur (23) und dem Australier Gordon Allan (28) fährt er zu Bronze. «Ich bin glücklich über Bronze. Top 3 der Welt, das klingt schon gut. Es ist unglaublich», sagt er.

Der Teamgeist spielt für die Schweizer Delegation ebenfalls eine wichtige Rolle. «Wir können uns gegenseitig pushen und spielen bei Wartezeiten im Velodrom Spiele. Das hilft uns und dem ganzen Team», erklärt Rigling. Am Samstag geht es für die Schweizer bereits weiter: Lutz tritt im Zeitfahren über einen Kilometer an, Rigling startet im Sprint.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen